Hörbeispiel 1: Die Einleitung
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Hörbeispiel 2: Elemente des Schlagzeugs
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Die Musiker hinter den Hörbeispielen
Für viele Menschen ist es gar kein Musikinstrument, für andere ist es das Instrument schlechthin, unstrittig ist aber wohl, dass es eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit ist. Wenn es denn eines ist… Natürlich ist es eins. Sogar mehrere. Ich meine, ein Schlagzeug ist grammatikalisch betrachtet zwar nur “eins”, besteht aber in der Realität aus mehreren Elementen. Es sei denn, es kommt aus der Dose (Stichwort Begleitautomatik und Drumcomputer). Hier soll es aber um das echte Schlagzeug gehen. Im englischen ist man mit dem Ausdruck “drums” näher dran an der Wirklichkeit, denn in der Tat besteht ein Schlagzeug natürlich aus mehreren Trommeln. Und was ist mit den Becken? Für den normalen Betrachter gehören die Becken zum Schlagzeug dazu, in der Welt des Musikalienhandels stimmt das aber nicht ganz. Doch dazu später mehr.
Die Schlagzeug-Elemente
Für alle Eltern, die noch nie ein Schlagzeug aus der Nähe gesehen haben und völlig ahnungslos sind, welches Element für welche Sounds verantwortlich ist, hier zunächst einmal eine kurze Beschreibung eines tyischen Standard-Schlagzeugs. Hier gibt es noch mehr Hörbeispiele und Bilder zu den einzelnen Schlagzeug Elementen. Welches Element erzeugt welchen Sound? Die 3 wichtigsten Elemente für jeden Rhythmus (Groove) sind die Bassdrum, die Snaredrum und die Hi-Hats. Was ist was? Stellen Sie sich einmal einen “Beatboxer” vor, also einen der Jungs, die ein Schlagzeug ganz ohne Hilfsmittel nur mit dem Mund imitieren (und gegebenenfalls noch mit einem Mikrofon). Sie werden so etwas hören wie ein rhythmisch wiederkehrendes tiefes “Bumm”, ein scharfes “Tscha” und ein durchgehendes “ts”. Das “Bumm” ist die Bassdrum, das “Tscha” ist die Snare und das “ts” soll die Hi-Hats imitieren.
Die Hi-Hats
Ich fange mal mit den Hi-Hats an, weil das Wort am ulkigsten klingt. Unter den Hi-Hats versteht man die beiden wichtigsten Becken, die gewissermaßen aufeinander liegen und mit Hilfe der sogenannten “Hi-Hat Maschine” (Hi-Hats Beckenständer) angehoben oder abgesenkt werden können. Für die meisten Grundrhythmen sind die Hi-Hats geschlossen. Daher klingt ein Schlag auf die Hi-Hat Kante scharf, perkussiv und gedämpft. Ein reguläres Becken hingegen klingt offen und sehr lange nach, so dass es für eine durchlaufende rhythmische Begleitung weniger gut geeignet ist.
Die Bassdrum
Eine Bassdrum kennt jeder, der schon einmal einen Spielmannszug oder eine sogenannte “Marching Band” gesehen hat. Das ist die große Trommel, die sich ein meist recht kräftiger Mann vor den Bauch geschnallt hat und auf die er dann 1 bis 3 mal pro Takt so kräftig wie er eben kann draufhaut. Da ein Schlagzeuger sich üblicherweise nichts vor den Bauch bindet, liegt die Bassdrum einfach vor ihm und er benutzt ein Fußpedal, um sie anzuschlagen. Im Zweifelsfall erkennt man die Bassdrum daran, dass der Band-Name aufgeklebt ist…
Die Snaredrum
Die Snaredrum ist den Nicht-Rockern ebenfalls von Spielmannszügen her bekannt. Sie ist ganz tief verwurzelt in der militärischen Tradition der westlichen Welt. Denken Sie an ein Staatsbegräbnis in einem Hollywoodfilm…
Besser etwas fröhlicheres: Wenn eine Zirkuskappelle spielt und plötzlich alle Instrumente verstummen, weil es so spannend wird und Sie nur noch einen Trommelwirbel hören, dann hören Sie eine Snare. In der Rock- und Popmusik ist die Snare ganz profan das “Tscha” nach dem “Bumm”. Aber warum klingt die Snare so anders als alle anderen Trommeln? Weil sie schnarrt – wie der Name schon sagt. Aber warum schnarrt sie? Absichtlich oder aus Versehen? Aus voller Absicht! Verantwortlich für das Schnarren ist der sogenannte “Snareteppich”. Dieser wird von einer Metallvorrichtung von unten gegen das Resonanzfell (also das untere Fell der Snare) gedrückt und verursacht dort bei jedem Schlag das metallische Schnarren. Ohne die Snaredrum wäre die Popmusik und erst recht die Rockmusik nicht das, was sie sind. (Das gilt natürlich auch für Hollywoodfilme und Zirkuskunststücke).
Soviel also zu den 3 wichtigsten Elementen des Schlagzeugs, Hi-Hats, Bassdrum und Snare. Diese sind deshalb so wichtig, weil sie bei einem Rhythmus üblicherweise “durchgehen”, diese Elemente machen den “Groove”. Alles andere ist (normalerweise) lediglich für die Akzente zuständig. Da sind zum einen die Tomtoms (manchmal nur eins, im Standardfall insgesamt 3, in den 70er Jahren waren das auch gerne mal 5, 7, 9…. ziemlich viele Tomtoms.) Diese Tomtoms kann man übrigens nicht zum navigieren benutzen und es gibt sie schon wesentlich länger als die gleichnamigen Wege-und-Straßen-Finde-Geräte. Außer den Tomtoms werden üblicherweise auch noch Becken eingesetzt, um rhythmische Akzente zu setzen. Da ist zum einen das “Crash-Becken” (Da ist der Name Programm).
Zum anderen das “Ride”-Becken. Dieses wird oft anstelle der Hi-Hats in Refrains o.ä. gespielt, um die Lied-Teile besser voneinander abzugrenzen.
Gut zu wissen!
Ich habe zu Beginn erwähnt, dass die Becken zwar zum Schlagzeug dazugehören, bei einem Kauf desselben aber eben nicht. Wer in einem Musikfachgeschäft ein Schlagzeug (oder Drumset bzw. Drumkit) kauft, bekommt zu dem angegebenen Preis in der Regel die Bassdrum, die Snaredrum, die (normalerweise 3) Tomtoms incl. aller Felle, außerdem die sogenannte Hardware, also alles, was an einem Schlagzeug aus Metall ist, beispielsweise die Halterungen und Aufhängungen für die Tomtoms, die Fußmaschine, den Snareständer und alle Beckenständer einschließlich Hi-Hat-Maschine. Punkt. Nicht inbegriffen ist der Beckensatz, also die Hi-Hats selbst, das Crash-Becken und das Ride-Becken. Ebenfalls nicht dabei (aber keineswegs unwichtig): Der Drum-Hocker. Bitte sagen Sie nicht, dass hier auch ein Küchenstuhl genügen wird. Dies trifft nicht zu. Auch eine Klavierbank wäre hier fehl am Platz. Aber warum werden Schlagzeug und Becken getrennt voneinander angeboten? Die Antwort ist einfach: Weil sie üblicherweise von verschiedenen Herstellern kommen. Die wichtigen Schlagzeug-Hersteller produzieren keine Becken und die Becken-Fabrikanten keine Schlagzeuge. Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern, bieten viele Musikhäuser und Online-Händler günstige Komplettpakete, bestehend aus dem eigentlichen Schlagzeug, einem (billigen) Beckensatz und gegebenenfalls einem Hocker. Wenn Sie also Preise vergleichen, sollten Sie auf jeden Fall berücksichtigen, ob bei einem konkreten Angebot die Becken im Preis inbegriffen sind oder zusätzlich angeschafft werden müssen. Und vergessen Sie nicht den Hocker! In unserem Einkaufsführer Schlagzeug haben wir einige empfehlenswerte Einsteigersets für Sie zusammengestellt.
Ist ein Schlagzeug teuer?
Wie alles im echten Leben ist auch der Preis eines Schlagzeugs relativ. Prinzipiell trifft auf das Schlagzeug zu, was auch für nahezu alle anderen Musikinstrumente gilt. Die Massenproduktion findet heute in Ländern statt wie China, Taiwan oder Südkorea und führt zu einem großen Angebot günstiger (und meist auch ordentlicher) Instrumenten für den Einstieg. Für einige hundert Euro (weniger als eine Handvoll) bekommt man ein ordentliches Schülerinstrument. Für Premiumprodukte renommierter Hersteller aus Deutschland, Japan oder den USA kann man hingegen auch ohne weiteres den Gegenwert eines Kleinwagens investieren. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. In der Preisspanne zwischen 500 und 1000 Euro kann Ihnen jeder seriöse Musikalienhändler ein Qualitätsschlagzeug anbieten. Hinzu kommen wie ausgeführt die Becken und auch hier gilt: Sie können für den Einstieg brauchbare Becken für kleines Geld bekommen oder Sie können ein Vermögen ausgeben. Wenn Sie nicht in Reichtum leben, würde ich zum Einstieg von einem unvernünftig teuren Instrument abraten. Ein Schlagzeug für einen Einsteiger muss spielbar sein, funktional und sollte natürlich auch einigermaßen gut klingen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein Kind sich ein Instrument der Premiumklasse erst einmal verdienen muss – durch Leidenschaft, durch Üben, durch Spaß am Spielen. Bleibt all das aus, dann wäre ein noch teureres Instrument nichts weiter als Geldverschwendung.
Unser Einkaufsführer Schlgazeug nennt Ihnen 3 konkrete empfehlenswerte Komplett-Modelle für den Einstieg (zwischen 500 und 700 Euro) und zusätzlich einen Budget-Tipp (ca. 200 Euro)
Musik oder Lärm?
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das gilt umso mehr für akustische Reize. Die Schönheit der Musik liegt also im Ohr des Zuhörers und hier nimmt das Schlagzeug ganz sicher eine Sonderstellung ein. Ein Schlagzeug ist laut. Das ist einfach so. Wenn Sie in einer Mietwohnung leben mit mehreren Miet-Parteien, würde ich dringend von einem Schlagzeug abraten. Sie gewinnen in einem Gemeinschafts-Wohnblock mit einem Schlagzeug üblicherweise keine neuen Freunde!
Sie wohnen aber in exakt so einer Mietwohnung? Und Ihr Kind wünscht sich so sehnlich ein Schlagzeug? In diesem Fall sollten Sie sich in der Umgebung erkundigen nach Probemöglichkeiten. Oft ist es beispielsweise so, dass sich mehrere Bands einen Proberaum teilen. Fragen Sie doch einfach mal nach, ob sich ihr Kind gegen einen geringen Obulus beteiligen kann. Auch Schulen oder Musikschulen haben oft die Möglichkeit, Proberäume zu vermitteln oder sie bieten selber welche an. Eine derartige Lösung hat darüber hinaus den Vorteil, dass zunächst kein eigenes Schlagzeug erforderlich ist. Die notwendigen Übungen (vor allem die Stick-Übungen zu Beginn der Schlagzeugkarriere) kann das Kind dann auch zuhause machen, beispielsweise auf einem sogenannten “Practice Pads”. (Gibt es im Musikalienhandel). Auch ein “Silent Drum” könnte in Frage kommen. Hierbei sind alle Elemente des Schlagzeugs vorhanden und positioniert wie bei einem echten Schlagzeug. Diese geben jedoch nur ein klangloses “Plopp” von sich, wenn man sie traktiert. So etwas sollten Sie aber nur anschaffen, wenn Sie sicher sind, dass ein Schlagzeug das richtige Instrument ist für Ihr Kind.
Abschließend noch einmal mein Appell aus dem einleitenden Artikel: Welches Instrument passt zu meinem Kind? Es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, dass Mädchen nicht Schlagzeug spielen dürfen!
Alle Klangbeispiele der verschiedenen Musikinstrumente
stammen von den folgenden Kinder-Medien:
Die Hörbeispiele selbst sind erschienen auf der Audio CD “Musikinstrumente für Kinder” und können bei Amazon oder bei iTunes heruntergeladen werden.






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Hab ihn gelesen und finde Ihn sehr hilfreich Danke nochmal
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