Die Trompete ist die Königin der Blechblasinstrumente. Wenn man auf die Lautstärke und Durchsetzungsfähigkeit ihres Tons abzielt, dann herrscht sie nicht nur über die Blechblas- sondern über alle Blasinstrumente. Die Trompete ist aber auch deshalb so populär, weil sie in so vielen verschiedenen Musikstilen Verwendung findet. So gehört sie beispielsweise als Solo- und Begleitinstrument in das klassische Orchester, sie ist sehr populär in der Jazz-Musik und gehört als Bestandteil eines guten Bläsersatzes auch in Rock/Pop/Funkbands, die mit “echten” Bläsern auftreten. Neben dem Einsatz in den oben genannten Bands und klassischen Orchestern ist die Trompete natürlich ganz fester Bestandteil typisch deutscher Musikkultur. Diese kann man einteilen in den weltlichen und kirchlichen Bereich.
Zunächst einmal ganz weltlich
Man nennt sie Big Bands, Musikvereine, Blaskapellen, Marching Bands, Karnevalskapellen oder ganz ähnlich oder auch ganz anders. In all diesen Bands oder Kapellen spielen Trompeten (meist mehrere pro Band) eine wesentliche Rolle. Diese Musikformen sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. So gibt es etwa die typisch bayerischen Blaskapellen oder ebenso typisch rheinländische Karnevalskapellen. Doch wie sie auch heißen und wie sie auch klingen: Ohne Trompeten wäre diese Art der Musik undenkbar.
Jetzt kirchlich
Ebenso stark kulturell in Deutschland verwurzelt sind die sogenannten Posaunenchöre. Vor allem in vielen protestantischen Gemeinden gehören die Posaunenchöre traditionell ganz fest zum kirchlichen Leben. Auch hier gilt, was eigentlich immer gilt: Sinn macht nur, was auch dem Kind gefällt. Bitte zwingen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn nicht, in einen Posaunenchor einzutreten, wenn sie oder er ansonsten der Musik von Metallica oder Eminem frönt.
Und nun alles zusammen
Beide Bereiche, sowohl der weltliche als auch der kirchliche, sind natürlich auf eine starke Jugendarbeit angewiesen und funktionieren wie andere Vereine auch. Sie erneuern sich in einem konstanten Prozess immer wieder und quasi aus sich selbst heraus. Man beachte den Gegensatz zu einer typischen “Band”. Die Rolling Stones etwa haben jung angefangen und hören alt (immer noch nicht) auf. Diese Musikvereine / Posaunenchöre nehmen also im Gegensatz dazu gerne Nachwuchsspieler auf, kümmern sich oft sogar um Instrumente und Unterricht, was insbesondere für Eltern interessant sein könnte, die kein größeres Budget für Musikinstrumente und den im Regelfall recht teuren Unterricht zur Verfügung stellen können oder möchten. Insofern spielen die Musikvereine und Posaunenchöre natürlich eine bedeutende Rolle innerhalb des deutschen Musikkulturbetriebes. Seit einigen Jahren zeichnet sich in Deutschland noch eine neue Entwicklung im Bereich der Jugendförderung ab, die sogenannten Bläserklassen.
Die Bläserklassen
Hierbei findet in regulären Schulklassen anstelle bzw. ergänzend zum herkömmlichen Musikunterricht einige Stunden pro Woche Instrumentalunterricht im Klassenverbund statt. Zur Auswahl stehen hier die gängigen Blech- und Holzblasinstrumente. Neben der musikalischen Ausbildung stehen hier vor allem soziale Aspekte im Vordergrund, also Stärkung des Klassenverbundes, des Gemeinschaftsgefühls, gemeinsames Hinarbeiten auf die ersten Auftritte u.s.w. Bläserklassen sind meist auf 2 Jahre ausgelegt und werden an vielen weiterführenden Schulen angeboten (meist in den Jahgangsstufen 5 und 6). Zunehmend wird das Konzept auch auf Grundschulen übertragen, wo beispielsweise in den Klassen 3 und 4 eine Bläserklasse eingerichtet wird. Bezüglich der Instrumente und des Unterrichts gibt es verschiedene Modelle, so etwa Kooperationen mit örtlichen Musikalienhändlern, mit Musikschulen, Musikvereinen, mit Musikinstrumentenherstellern oder ähnliches. Die Instrumente werden entweder von der Schule angeschafft und leihweise zur Verfügung gestellt (über Fördervereine) oder es werden spezielle Leasingverträge vermittelt. Weitere Informationen zum Thema Bläserklassen gibt es beispielsweise bei Wikipedia.
Ab welchem Alter kann ein Kind Trompete spielen?
Wegen der schwierigen und körperlich durchaus anstrengenden Art der Tonerzeugung frühestens ab dem Grundschulalter. In jedem Fall gilt, dass die Schneidezähne eines Kindes voll entwickelt sein müssen bevor es mit der Trompete anfangen kann. Elementar wichtig bei der Trompete ist der sogenannte Ansatz. Dieser wiederum hängt ab zum einen von der individuellen Anatomie (Zahnstellung, Kieferstellung) und zum anderen von der richtigen Spieltechnik.
Welches Instrument ist das richtige?
Im Bereich der klassischen Musik und auch bei den meisten Posaunenchören sieht man üblicherweise Messingtrompeten mit Drehventilen.
Drehventile
Pumpventile
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Dummerweise ist Trompete spielen in einer Blaskapelle nicht das gleiche wie im Posaunenchor oder in einer Brass Band. In der Blasmusik wird mit B-Trompeten und in B notierten Stimmen gespielt, im Posauenchor sind die Stimmen aber in C notiert. Das erfordert entweder meist eine andere Griffweise oder eine C-Trompete (siehe http://blasmusik-blog.bayerische-klangperlen.de/der-trompeter-im-posaunenchor/ Und in der Brass Band verwendet man keine Trompeten, sondern Kornette.
Diese Unterschiede sollte man wissen, bevor man sich eine Trompete kauft und mit dem Unterricht beginnt. Natürlich kann man mehrgleisig fahren, aber das erfordert zumindest gute Ersparnisse für einen “Instrumenten-Zoo”.
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