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	<title>Musikinstrumente für Kinder &#187; e-gitarre spielen lernen</title>
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	<description>Ein Eltern-Ratgeber</description>
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		<title>Gitarren für Kinder</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 21:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hörbeispiel: Akustische und elektrische Gitarre (Weitere Hörbeispiele gibt es bei den jeweiligen Artikeln zur akustischen und elektrischen Gitarre)
Die Musiker hinter den Hörbeispielen
Die Gitarre, das unbekannte Wesen
Gitarre? Unbekannt? Wieso? Jeder weiß doch, was eine Gitarre ist. Hm, aber was ist sie denn eigentlich genau? Hinter dem Begriff Gitarre verbergen sich gänzlich verschiedene und teilweise sogar gegensätzliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Hörbeispiel: Akustische und elektrische Gitarre (Weitere Hörbeispiele gibt es bei den jeweiligen Artikeln zur akustischen und elektrischen Gitarre)</p>
<p><a href="http://www.englisch-jetzt.de/musiker_spielen_kinderlieder.html">Die Musiker hinter den Hörbeispielen</a></p>
<h2>Die Gitarre, das unbekannte Wesen</h2>
<p>Gitarre? Unbekannt? Wieso? Jeder weiß doch, was eine Gitarre ist. Hm, aber was ist sie denn eigentlich genau? Hinter dem Begriff <strong><em>Gitarre</em></strong> verbergen sich gänzlich verschiedene und teilweise sogar gegensätzliche Welten, Klänge und Mythen. Viele denken bei <strong><em>Gitarre</em></strong> an Lagerfeuer und Pfadfinder oder die gute alte Wandergitarre, also ein Ding mit 6 Saiten, das jemand vor seinen Bauch bindet, darauf rumschraddelt und dazu ulkige Lieder singt. Für Rockfans ist eine Gitarre hingegen eine Philosophie, eine Lebenseinstellung, ein &#8220;entweder-oder&#8221;, der kategorische Imperativ, sie ist mindestens elektrisch und nur echt, wenn ihre Töne verzerren und sie dabei jammert und stöhnt.</p>
<p>Der folgende Artikel richtet sich jedoch nicht an professionelle, semiprofessionelle oder zumindest hobbymäßige Rock-Experten sondern an ganz normale Menschen (Eltern&#8230;), die eigentlich nicht viel über Gitarren wissen, dieses Instrument aber dennoch als Lerninstrument für Sohn und/oder Tochter in Erwägung ziehen. Daher werde ich im folgenden versuchen, ganz nüchtern ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und einmal grundsätzlich die unterschiedlichen Gitarrentypen und entsprechenden Klangwelten auseinander zu sortieren, um sie anschließend wieder zusammenzuschütten. Hierbei werde ich mich um größtmögliche Objektivität bemühen. Um vorab einmal die wichtigsten Gitarren zu sehen und vor allem hören, sollte man auf jeden Fall einmal hier vorbei sehen: <a class="aligncenter" href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/gitarre-spielen-lernen.html" target="_blank">Musikinstrumente &#8211; akustische und elektrische Gitarren</a></p>
<h2>Darf es auch ein wenig mehr sein?</h2>
<p>Die erste grundlegende Unterscheidung bezieht sich zunächst einmal auf <em><strong>akustisch</strong></em> oder <em><strong>elektrisch</strong></em>. Das bedeutet nicht, dass elektrische Gitarren ohne Akustik auskommen und dass akustische Gitarren niemals elektrisch sind&#8230; aber zunächst einmal ganz von vorne&#8230;.</p>
<p>Der Begriff <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/34/ratgeber/die-akustischen-gitarren/">akustische Gitarre</a> zielt in erster Linie darauf ab, die &#8220;ganz normale&#8221; Gitarre (aber was ist schon normal&#8230;?) von der elektrischen Gitarre zu unterscheiden. Dieses ist nötig aufgrund des enormen Stellenwertes der elektrischen Gitarre in der populären Musik. Gäbe es ein vergleichbares Phänomen bei anderen Instrumentengattungen, so müsste man auch von der akustischen Trompete und der akustischen Tuba sprechen (im Gegensatz zur elektrischen Tuba). Da es aber keine E-Tuba gibt (zumindest nicht als Massenphänomen), weiß jeder, dass mit einer Tuba eine ganz normale Tuba gemeint ist und man kann auf den Begriff &#8220;akustische Tuba&#8221; verzichten. Ich werde daher in Zukunft auch nicht mehr von akustischen Tubas sprechen, sondern nur noch von Tubas. Eigentlich werde ich ab sofort überhaupt nicht mehr über Tubas sprechen. Zurück zur Gitarre: Bei der Gitarre ist die Situation ziemlich anders, deshalb spricht man von der <em><strong>akustischen Gitarre</strong></em>, wenn man das herkömmliche Instrument meint, das auch vor 100 Jahren schon Verwendung fand. Der Begriff <em><strong>akustisch</strong></em> sagt in diesem Zusammenhang aus, dass der wahrgenommene Klang direkt vom Instrument erzeugt und auch wiedergegeben wird und die Klangerzeugung nicht wie bei der elektrischen Gitarre durch die Wechselwirkung mit einem elektrischen Gitarrenverstärker entsteht.</p>
<h2>Warum <em><strong>Angie</strong></em> nicht nur am Lagerfeuer sondern auch im Stadion funktioniert</h2>
<p>Wie kann man sich die Klangerzeugung der akustischen Gitarre vorstellen? Nicht wirklich anders als bei der Violine: Die Vibration der Saiten bringt den Resonanzkörpers (oder Korpus) zum Schwingen. Diese Schwingungen werden von der Luft übertragen und bis zum Ohr des geneigten Zuhörers getragen &#8211; solange das geneigte Ohr nicht zu weit weg ist. Also ganz einfach ausgedrückt: Sie sitzen am Lagerfeuer, ein Bekannter hat eine Gitarre dabei und spielt <em><strong>Blowing In The Wind</strong></em>. Sie hören es, Sie freuen sich über den Dylan-Klassiker und alles ist gut. Weil es so gut klingt, spielt er für Sie noch &#8220;Angie&#8221; von den &#8220;Rolling Stones&#8221;. Es klingt immer noch akustisch, ist auch immer noch akustisch, alles ist immer noch gut. Nun stellen Sie sich aber folgendes Szenario vor: Es geht schon wieder um &#8220;Angie&#8221;, wieder von den &#8220;Rolling Stones&#8221;, diesmal aber auch <em><strong>mit</strong></em> den &#8220;Rolling Stones&#8221;. Sie haben nämlich ein Ticket für eine Rolling Stones Show im Müngersdorfer Stadion. Sie sitzen irgendwo auf den hintersten Tribühnen, 800 Meter von der Bühne, diesmal spielt nicht Ihre Lagerfeuerbekanntschaft sonder Keith Richards persönlich die akustische Gitarre, wie Sie mit Hilfe Ihres mitgebrachten Fernglases eindeutig erkennen können. Sie können die Gitarre sehr gut hören und sie klingt auch immer noch wie eine akustische Gitarre &#8211; jedoch sehr viel lauter als am Lagerfeuer. Obwohl Sie diesmal nicht 3 Meter sondern 800 Meter weit entfernt sitzen. Trotz der enormen Geräuschkulisse hören Sie diese zarte Akustikgitarre. Wie ist das möglich? Zauberei? Nein, selbstverständlich wird hier der Klang der akustischen Gitarre elektronisch verstärkt und über das Lautsprechsersystem in das Stadion übertragen. Nicht anders als Mick Jaggers Stimme und die einzelnen Schlagzeugelemente und vieles mehr. Hierbei spielt es keine große Rolle, ob der Klang der akustischen Gitarre mit Hilfe von Mikrophonen, Tonabnehmern oder anderer elektronischer Geräte &#8220;eingefangen&#8221; wird. Trotz der elektronischen Hilfsmittel bleibt der Klang der Akustikgitarre &#8220;akustisch&#8221;. Er wird durch die Elektronik lediglich lauter, jedoch nicht grundlegend verändert. Genau das passiert aber bei einer elektrischen Gitarre. Hier wird der Verstärker nämlich ganz bewusst eingesetzt, um den Klang zu verändern. Der Klang einer elektrischen Gitarre (<a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/39/ratgeber/die-elektrischen-gitarren/">E-Gitarre</a>) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Gitarre und Verstärker. Eine E-Gitarre ohne Verstärker ist leise wie ein Flüstern. Sie hat keinen hohlen Resonanzkörper, der die Schwingungen der Saiten an die Umgebung überträgt, sondern sie ist in den meisten Fällen massiv. Eine E-Gitarre ist also gewissermaßen nichts weiter als ein Brett mit einem angeschraubten Hals. Das bedeutet, dass eine E-Gitarre am Lagerfeuer ohne Verstärker nicht funktionieren wird. Bei absoluter Stille würde man zwar trotzdem noch ein wenig hören (ein perkussives &#8220;Klacken&#8221; der Saiten und sehr wenig &#8220;Ton&#8221;), aber nicht genug, um Zuhörer zu unterhalten, die weiter als einen halben Meter entfernt sind.</p>
<h2>Von Galaxien und Welten</h2>
<p>Damit haben wir also den entscheidenden Unterschied zwischen einer akustischen Gitarre und einer elektrischen Gitarre eingekreist. Quasi umzingelt. Die akustische Gitarre benötigt keine elektronischen Hilfsmittel zur Klangerzeugung während die E-Gitarre ohne elektronische Hilfsmittel gar nicht hörbar wäre. Innerhalb beider Galaxien, der Galaxie der Akustik- und der Galaxie der E-Gitarre, gibt es wiederum verschiedene Welten, die sich ganz grundsätzlich voneinander unterscheiden. </p>
<p>Hier geht es weiter:<br />
<a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/34/ratgeber/die-akustischen-gitarren/">Die akustischen Gitarren</a><br />
<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/instrumente-online-musicstore/gitarre.html">Eine akustische Gitarre kaufen</a></p>
<p><a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/39/ratgeber/die-elektrischen-gitarren/">Die elektrischen Gitarren</a><br />
<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/instrumente-online-musicstore/e-gitarre.html">Eine elektrische Gitarre kaufen</a></p>
<p>P.S. Zum besonderen Charme einer Gitarre gehört es, dass man bereits mit wenigen Grundkenntnissen komplette Songs begleiten kann. Der Grund: Die Gitarre ist ein <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/302/ratgeber/die-welt-der-akkorde/">Akkord-Instrument</a>. Als Beispiel geht es hier zu dem Klassiker unter den Geburtstagsliedern, mit Text, Noten und Gitarren-Tabulatur: <a href="http://six-strings.de/blog/workshops/happy-birthday-fur-gitarre" target="_blank">Happy Birthday TABs</a>. Wer zum Geburtstag gerne mal etwas anderes ausprobieren möchte, kann ja einmal hier hereinhören: Ein neues <a href="http://www.kinderlieder-sammlung.de/texte/weil-heute-dein-geburtstag-ist.html">Geburtstagslied</a>   </p>
<h2>Alle Klangbeispiele der verschiedenen Musikinstrumente<br />
stammen von den folgenden Kinder-Medien:</h2>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=englilernemit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B0036IBKCK&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=englilernemit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B002HMNUK6&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=englilernemit-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3981160045&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Die Hörbeispiele selbst sind erschienen auf der Audio CD &#8220;Musikinstrumente für Kinder&#8221; und können bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004FB2GXO?ie=UTF8&#038;tag=englilernemit-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004FB2GXO">Amazon</a> oder bei <a href="http://itunes.apple.com/de/album/musikinstrumente-fuer-kinder/id407933139">iTunes</a> heruntergeladen werden.</p>
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		</item>
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		<title>Die elektrischen Gitarren</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/39/ratgeber/die-elektrischen-gitarren/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 21:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hörbeispiele zu verschiedenen elektrischen Gitarren
Die Musiker hinter den Hörbeispielen
Ich komme nun zu einem Instrument, das seit mindestens 50 Jahren die Rockmusik prägt aber auch in den anderen populären Musikstilen eine tragende Rolle spielt. Über elektrische Gitarren ist schon soviel gesagt und geschrieben worden, dass ich an dieser Stelle einen anderen Einstieg wage. Nämlich mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Hörbeispiele zu verschiedenen elektrischen Gitarren</p>
<p><a href="http://www.englisch-jetzt.de/musiker_spielen_kinderlieder.html">Die Musiker hinter den Hörbeispielen</a></p>
<p>Ich komme nun zu einem Instrument, das seit mindestens 50 Jahren die Rockmusik prägt aber auch in den anderen populären Musikstilen eine tragende Rolle spielt. Über elektrische Gitarren ist schon soviel gesagt und geschrieben worden, dass ich an dieser Stelle einen anderen Einstieg wage. Nämlich mit einer leicht ketzerischen Frage:</p>
<h2>Warum gibt es überhaupt elektrische Gitarren und wofür sind sie gut?</h2>
<p>Die erste Frage ist recht einfach zu beantworten. Es gibt elektrische Gitarren, weil akustische Gitarren eigentlich zu leise sind. Warum sehen Sie keine Gitarristen in einem Sinfonieorchester? Weil es zur Zeit der großen sinfonischen Komponisten noch keine elekrischen Gitarren gab und weil akustische schlichtweg zu leise wären, um sich neben all den Blech- und Holzbläsern, Streich- und Schlaginstrumenten zu behaupten. Würde Richard Wagner heute E-Gitarrenparts in seine Sinfonien einfliessen lassen? Mit Sicherheit! Bevor ich jedoch den Zorn der Klassik-Puristen auf mich ziehe, gehe ich an dieser Stelle nicht weiter auf die sinfonische Welt ein. Ich halte aber fest: Eine <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/34/ratgeber/die-akustischen-gitarren/">akustische Gitarre</a> ist eigentlich zu leise. Nicht zu leise für einen geschlossenen kleinen Raum oder eine kleine Pfadfinder-Runde aber zu leise, um eine größere Gruppe von Zuhörern zu unterhalten. Vor 100 Jahren nahm die Gitarre daher weder im klassischen Orchester noch in der Tanz- und Unterhaltungsmusik eine herausragende Stellung ein.</p>
<p>Mit der Erfindung des Grammophons und der ersten Radios begann zugleich die Entwicklung immer leistungsfähigerer Verstärker und Lautsprecher. Ich möchte Sie nicht mit Daten und Details langweilen, daher beschränke ich mich auf eine grobe zeitliche Einordnung. Etwa ab den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelten Ton-Ingenieure, Gitarrenbauer und/oder Tüftler verschiedene Versionen eines elektromagnetischen Tonabnehmers. Das Prinzip dieser frühen Tonabnehmer findet noch heute Verwendung und beruht auf dem physikalischen Phänomen der Induktion. Die Schwingungen der Stahlsaiten über dem elektromagnetischen Tonabnehmer werden von diesem aufgenommen und in elektrische Impulse umgewandelt. Diese elektrischen Impulse werden über ein Kabel an einen Verstärker weitergeleitet und somit hörbar gemacht. Hierbei könnte es sich beispielsweise um den Verstärker und Lautsprecher eines damaligen Röhrenradios gehandelt haben. Entscheidend ist, dass der Ton nicht  direkt durch die Schwingung der Decke bis zum Zuhörer getragen wird, sondern dass die magnetische Aufzeichnung und anschliessende  Umwandlung der Saitenschwingung in elektrische Impulse den Ton erzeugt. Hierdurch wird der Originalton der Gitarre, der akustische Ton, verfremdet und je nach Leistung des Verstärkers sogar verzerrt. Ein elektromagnetischer Tonabnehmer überträgt nicht den Originalklang der Gitarre, sondern schafft in Wechselwirkung mit dem Verstärker einen neuen, veränderten Klang. Dieses Prinzip steht in krassem Gegensatz etwa zur Aufgabe eines Mikrophons, das ein Schallereignis möglichst originalgetreu, unverfremdet und vor allem unverzerrt wiedergeben soll.</p>
<p>In den 30er Jahren brachten nun einige amerikanische Gitarrenhersteller die ersten Gitarren mit elektromagnetischen Tonabnehmern auf den Markt. So etwa die Firma Gibson die legendäre ES-150. Diese ersten elektrifizierten Gitarren bezeichnet man heute landläufig als Jazzgitarren. Da die Schwingung der Decke nicht mehr so wichtig für die Lautstärke des Instrumentes war, verschwand das Schallloch und wurde (meistens) durch die sogenannten f-Löcher ersetzt, die optisch an die Streichinstrumente erinnern. Doch entscheidend für den Erfolg der neuen Entwickung war, dass Gitarristen diese elektrischen Gitarren zunächst trotz &#8211; später sogar gerade <em><strong>wegen</strong></em> ihres verfremdeten Klanges mochten. Auch beim Publikum kam der neue Sound an und es folgte in den kommendnen Jahrzehnten der Siegeszug der elektrischen Gitarre durch sämtliche Sparten der populären Musik. Dieser Siegeszug begann in den USA, beschränkte sich zunächst auf typisch amerikanische Stilistiken wie den Blues, Country und Rock&#8217;n'Roll, schwappte aber bald über den Atlantik und wurde später von England aus von Bands wie den Beatles, The Who und den Rolling Stones gleich einer gewaltigen Flutwelle wieder zurückgespült und den Amerikanern gewissermassen um die Ohren gehauen.</p>
<p>Doch zurück zu den ersten Tagen der elektrischen Gitarren. Da man ja aufgrund der Elektrifizierung nicht mehr der Lautstärke wegen auf einen schwingenden Korpus angewiesen war, gelang dem amerikanischen Musiker und Tüftler Les Paul mit einer konsequenten Weiterentwicklung der große Wurf: Er verzichtete ganz auf den hohlen Korpus der Gitarre, der mit seinen unkontrollierbaren Schwingungen ohnehin sehr anfällig für Rückkopplungen war (Feedbacks) und nahm an Stelle des hohlen Korpus einfach ein massives Stück Holz. Dieses massive Stück Holz könnte man etwas weniger ehrfurchtsvoll auch einfach &#8220;Brett&#8221; nennen. An dieses Brett <del datetime="2009-09-23T21:55:53+00:00">nagelte</del> schraubte er den Hals, installierte einen Tonabnehmer unter den Saiten &#8211; fertig war eine Solidbody E-Gitarre. Die Firma Gibson brachte eine Weiterentwicklung dieser Gitarre in den 50er Jahren als Les Paul Modell heraus. Bereits vorher feierte Leo Fender mit seinen Solidbody Gitarrenmodellen Telecaster und Stratocaster große Erfolge. Die Fender Stratocaster und Gibson Les Paul sind bis heute die meist gebauten und kopierten E-Gitarrenmodelle weltweit. Mit der Entwicklung der E-Gitarre ging auch die Entwicklung eigens für die E-Gitarre entwickelter Verstärker einher. Auch auf diesem Gebiet leistete Fender großartiges. Fender Verstärker aus den 50er Jahren gehören bis heute zu den best klingenden Verstärkern, die jemals gebaut wurden.</p>
<h2>Doch was genau hat es mit den Verstärkern auf sich?</h2>
<p>Ein Verstärker gehört zur E-Gitarre wie der Motor zum Ferrari. Ohne Motor wäre ein Ferrari immer noch schön, aber nicht mehr <del datetime="2009-09-24T08:04:41+00:00">laut</del> schnell. Zu Beginn der zauberhaften Liebesgeschichte zwischen Holz und Elektronik, zwischen Gitarre und Verstärker, hatte letzterer die Aufgabe, den Ton der Gitarre zu verstärken, also lauter zu machen, keineswegs aber zu entstellen oder gar zu verzerren. Verzerrung war verpönt! Auf dieses Ziel hin wurden Verstärker optimiert und weiterentwickelt: Möglichst hohe Lautstärke bei möglichst geringer Verzerrung (das ist auch die Zielsetzung bei der Entwicklung einer guten Hifi-Anlage). Die wichtigsten Hersteller von Gitarrenverstärkern zu dieser Zeit: Fender in den USA und VOX in England. Ende der 50er Jahre war es ein englischer Tüftler, der den E-Gitarren Sound (eigentlich aus Versehen;-) revolutionierte.</p>
<h2>Sie entstand aus Versehen und kam, um zu bleiben: Die Verzerrung</h2>
<p>Jim Marshall, der in London ein kleines Musikgeschäft mit angeschlossener Bastelgarage betrieb, begann in den 50er Jahren mit der Entwicklung eigener Gitarrenverstärker: Die Geburtsstunde der Firma Marshall Amplification! Zu seinen frühen Kunden gehörte u.a. Pete Townsend von The Who, der nach immer lauteren Gitarrenverstärkern verlangte. (Die Beatles blieben zur selben Zeit übrigens zunächst noch der Firma VOX treu, schwenkten aber später um zu Fender Amps). Doch zurück zu Jim Marshall: Sein Ziel war es damals, lautere Verstärker zu konstruieren, die ironischerweise gemäß der damaligen Maxime verstärken aber nicht verzerren sollten. Er warb zu Beginn sogar noch damit, absolut verzerrungsfreie Verstärker herzustellen. De facto wurden seine Amps (=Amplifier=Verstärker) aber berühmt für das Gegenteil, nämlich sahnig bis brutal verzerrende Gitarrenverstärker. Das entstand mehr oder weniger zufällig. Musiker wie Pete Townsend rissen die Verstärker bei ihren energetischen Live-Auftritten derart weit auf, dass die Verstärker verzerrten. Diese Verzerrung wurde zum elementaren Bestandteil des Sounds, war nicht länger verpönt, sondern wurde sogar bewusst angestrebt. Der Nachteil: Verzerrung entstand erst bei der Übersteuerung des Verstärkers, also bei brüllender Lautstärke. Gitarristen (aber auch deren Bandmitglieder!) wie der oben zitierte Pete Townsend bezahlten für diese Lautstärke später mit einem dramatischen Verlust ihrer Hörkraft. Die Firma Marshall verstand auf jeden Fall den Trend zum bewusst verzerrten Gitarrensound und reagierte darauf mit revolutionären Verstärkern, die dem Gitarristen von nun an erlaubten, den Grad der Verzerrung unabhängig von der Lautstärke einzustellen und damit zu kultivieren. Diese Entwicklung bewahrte sicherlich (bis heute) viele Gitarristen vor dem Schicksal der völligen Taubheit.</p>
<h2>Beispiele bitte!</h2>
<p>Für den Fall, dass Sie sich unter verzerrten und nicht verzerrten Gitarren nichts vorstellen können, im folgenden einige gut bekannte Beispiele aus der Rockmusik. Jimi Hendrix, einer der prägendsten Rock-Gitarristen seiner Zeit und aller anderen Zeiten, war ein Kunde von Marshall und spielte meist mit angezerrtem oder auch völlig verzerrtem Ton. Oder stellen Sie sich die berühmten ersten 3 Töne des Gitarrenriffs von &#8220;Smoke On The Water&#8221; ohne Verzerrung vor. Was bliebe übrig? &#8220;Pling, pling, pling&#8221;. Diese Art von Musik funktioniert nicht ohne Verzerrung. Hard Rock und Heavy Metal Bands nutzen seit den frühen 70er Jahren nahezu ausschließlich verzerrte Gitarrensounds. So ziemlich jede Rockhymne, die Sie kennen, wird von verzerrten Gitarren getragen, ganz gleich ob von Deep Purple, Queen, Van Halen, Kiss, Aerosmith&#8230; ich könnte die Liste beliebig fortsetzen. Es gibt allerdings auch Gegenbeispiele. Mark Knopfler von den Dire Straits etwa setzt nur selten hart verzerrte Gitarrensounds ein (so etwa bei &#8220;Money For Nothing&#8221;). Seine bekanntesten Songs und Soli basieren jedoch auf einem cleanen (=unverzerrt) Countrypicking (Chicken Picking! Tipp: Wer sich hierfür interessiert, sollte einmal nach &#8220;Albert Lee&#8221; googlen). Mark Knopfler benutzt für seinen typischen Sound vorwiegend Fender Stratocaster Modelle und eben &#8220;clean&#8221; eingestellte Gitarrenverstärker. So ist die Fender Stratocaster tendenziell eher bei cleaneren Sounds, die Gibson Les Paul eher bei verzerrteren Sounds gefragt. Hier finden Sie einige typische <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/gitarre-spielen-lernen.html">Klangbeispiele zu den wichtigsten Gitarrenmodellen</a>.</p>
<h2>Ab wann kann ein Kind E-Gitarre spielen?</h2>
<p>Diese Frage würde ich weniger am Alter festmachen als vielmehr am (echten) Interesse Ihres Kindes an der E-Gitarre und an der Musik, die man üblicherweise mit diesem Instrument verknüpft. Außerdem würde ich dringend dazu raten, zunächst mit einer akustischen Gitarre zu beginnen, bis das Kind zumindest mit den Grundlagen des Gitarrespielens vertraut ist. Wenn Ihr Kind also schon früh mit einer akustischen Gitarre begonnen hat, dann kann es durchaus mit 10 Jahren schon E-Gitarre spielen. Oder 9 oder 8&#8230; viel weiter möchte ich an dieser Stelle nicht rückwärts zählen&#8230; Falls Sie der Ansincht sind, dass eine elektrische Gitarre doch (noch) nicht das Richtige ist für Ihr Kind, so finden Sie hier einige allgemeine Informationen: <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/11/ratgeber/kinder-gitarre/">Gitarre für Kinder</a> </p>
<h2>Was kostet der Spaß?</h2>
<p>Erstaunlich wenig. Eine E-Gitarre macht natürlich nur Sinn zusammen mit einem Verstärker. Für Anfänger bietet nahezu jedes Musikhaus fertige E-Gitarren Pakete (oder E-Gitarren Sets) an mit Instrument, Verstärker, Kabel, Gigbag, Gitarrengurt, Stimmgerät etc. In unserem Einkaufsführer stellen wir Ihnen <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/instrumente-online-musicstore/e-gitarre.html">3 empfehlenswerte E-Gitarren</a> Modelle für Einsteiger vor. Ausserdem als Budget Tipp noch ein Einsteiger-Paket incl. E-Gitarre, Verstärker und Zubehör für unter 100 Euro.  </p>
<h2>Alle Klangbeispiele der verschiedenen Musikinstrumente<br />
stammen von den folgenden Kinder-Medien:</h2>
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<p>Die Hörbeispiele selbst sind erschienen auf der Audio CD &#8220;Musikinstrumente für Kinder&#8221; und können bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004FB2GXO?ie=UTF8&#038;tag=englilernemit-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004FB2GXO">Amazon</a> oder bei <a href="http://itunes.apple.com/de/album/musikinstrumente-fuer-kinder/id407933139">iTunes</a> heruntergeladen werden.</p>
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