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	<title>Musikinstrumente für Kinder &#187; kinder</title>
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		<title>Die Blockflöte</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 15:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[blockflöte]]></category>
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		<category><![CDATA[klangbeispiel blockflöte]]></category>

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		<description><![CDATA[
Sopran- und Altblockflöte, Klangbeispiel 1:
Sopran, Alt- und Tenorblockflöte, Klangbeispiel 2:
2 Alt Blockflöten, Klangbeispiel 3:
Ein Blockflötenquartett, Klangbeispiel 4:
Die gute alte Blockflöte! Unser Ausbilder zu meiner Zeit als auszubildender Musikalienhändler nannte das Instrument liebevoll &#8220;Blökflöte&#8221;. Sie ist zugleich Quell der Freude und höchster Qual. Ein Instrument spaltet die Republik. Man liebt es oder man hasst es. Alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/110/ratgeber/blockfloten/" title="Permanent link to Die Blockflöte"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/Blockfloetenfamilie.jpg" width="260" height="260" alt="Die Blockflötenfamilie" /></a>
</p><p>Sopran- und Altblockflöte, Klangbeispiel 1:<br />
Sopran, Alt- und Tenorblockflöte, Klangbeispiel 2:<br />
2 Alt Blockflöten, Klangbeispiel 3:<br />
Ein Blockflötenquartett, Klangbeispiel 4:<br />
Die gute alte Blockflöte! Unser Ausbilder zu meiner Zeit als <em><strong>auszubildender Musikalienhändler</strong></em> nannte das Instrument liebevoll &#8220;Blökflöte&#8221;. Sie ist zugleich Quell der Freude und höchster Qual. Ein Instrument spaltet die Republik. Man liebt es oder man hasst es. Alles Klischees? Vielleicht. Ich versuche in diesem Artikel, mich der Blockflöte objektiv zu nähern und führe einige Gründe auf, warum Musiklehrer(innen) Eltern seit Generationen eine Blockflöte zum Einstieg für ihre Kinder empfehlen.</p>
<p>Ein ganz wichtiger und zugleich profaner Grund gleich einmal vorab:</p>
<h2>1) Der Preis</h2>
<p>Eine Blockflöte in der Standardausführung ist nicht besonders teuer. Weder der Materialeinsatz noch die Herstellung an sich sind besonders kostspielig. Während es beispielsweise sehr aufwändig ist, eine gute Querflöte herzustellen (denken Sie allein an die Feinmechanik, die für das verwirrende Klappensystem Verwendung findet), besteht eine Blockflöte im wesentlichen aus einem gedrechselten Stück Holz, das verschiedenartige Fräsungen und Bohrungen über sich ergehen lassen musste. Entscheidend für die Tonerzeugung ist das Mundstück bzw. der sogenannte Block. Dieser muss zugleich mit der Feuchtigkeit fertig werden, welcher eine Blockflöte beim Spielen naturgemäß ausgesetzt ist und wird daher oft aus einem anderen Holz gefertigt als der restliche Korpus. Auch Kunststoff wird findet daher inzwischen bei vielen Blockflöten Verwendung. Während Blockflöten in Deutschland früher meist aus Birnbaum oder Ahorn gefertigt wurden, kommen bei den hochwertigen Instrumenten heute sogenannte Edelhölzer oder Tropenhölzer zum Einsatz, die den Preis natürlich beträchtlich in die Höhe treiben. Ein derartiges Instrument ist für ein Kind, das mit dem Spielen beginnt aber sicherlich nicht nötig. Unterm Strich bleibt festzuhalten: Im Vergleich zu anderen klassischen Instrumenten ist die Blockflöte günstig. Ein vernünftiges Schüler-Instrument liegt preislich etwa zwischen 20 und 60 Euro.</p>
<h2>2) Tonerzeugung und Spieltechnik</h2>
<p>Doch der günstige Preis ist sicherlich nicht der einzige Grund für die Popularität der Blockflöte. Der wichtigere Grund dürfte die Art der Tonerzeugung sein. Wieso? Was ist denn so besonders an der Art der Tonerzeugung? &#8220;Man bläst herein&#8221; werden viele sagen. Auch in eine Trompete oder ein Saxophon bläst man doch herein. Na und?</p>
<p>Wenn Sie die Möglichkeit haben, probieren Sie es selber einmal aus! Blasen Sie einmal in eine Trompete herein und Sie werden mit einiger Wahrscheinlichkeit &#8211; nichts hören. Zumindest keinen Ton (es sei denn, Sie sind zufällig Trompeter&#8230;) Warum bekommen Laien keinen Ton aus einer Trompete heraus? Weil es ihnen an der nötigen Lippenspannung und dem sogenannten &#8220;Ansatz&#8221; fehlt. Und die Blockflöte? Wenn es Ihnen gelingt, alle Löcher sauber zuzuhalten und Sie (vorsichtig) in die Flöte herein blasen (nicht pusten und nicht beißen!), dann werden Sie in der Regel mit einem Ton belohnt, möglicherweise sogar einem sauberen C. Nun aber zurück zu den Kindern. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Kinder etwa ab Vorschulalter (das Alter, ab dem das Erlernen einer Blockflöte Sinn macht, hängt sehr stark von den individuellen Anlagen und Interessen des einzelnen Kindes ab. Jünger als 4 sollte ein Kind aber nicht sein).</p>
<p>Ein Kind ist ebenso wie ein Erwachsener meist intuitiv in der Lage, einer Blockflöte die ersten Töne zu entlocken und daher ist diese natürlich äußerst geeignet, ein Kind an die Welt der Musikinstrumente heranzuführen. Auch die Fingertechnik ist im Falle der Blockflöte relativ einfach zu erlernen. Wenn das Kind erst einmal herausgefunden hat, mit welchen Fingern es welches Loch sauber abdeckt, ist es nur noch ein kleiner Schritt zu den ersten einfachen Melodien. Innerhalb weniger Wochen wird ein durchschnittlich musikalisches Kind in der Lage sein, einfache Lieder zu spielen (etwa vom Schwierigkeitsgrad traditioneller Weihnachtslieder). Ich wollte das Klischee der Blockflöte unterm Weihnachtsbaum doch wenigstens einmal kurz streifen!</p>
<h2>3) Der Unterricht</h2>
<p>&#8220;Aber das kann doch noch nicht alles sein&#8221; werden viele sagen. Stimmt! Auch die Art des typischen Blockflöten Unterrichts ist für Kinder sehr gut geeignet. Wie kann man sich Blockflöten-Unterricht denn typischerweise vorstellen? &#8220;Als Gruppenunterricht&#8221; ist die häufigste Antwort. &#8220;Und das ist auch gut so&#8221; möchte ich hinzufügen. Eine einzelne Blockflöte klingt tendenziell etwas dünn, mehrere Blockflöten klingen durchaus gut zusammen (wenn wir hier mal die falschen Töne ausklammern). Noch wichtiger ist aber die soziale Komponente derartigen Gruppenunterrichts. Die Kinder lernen, aufeinander einzugehen und im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander zu hören. Zusammen Musik zu machen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und macht Spaß, sonst gäbe es nicht so viele Bands auf der Welt. Der Gruppenunterricht gibt weiterhin die Möglichkeit, Mehrstimmigkeit einzuführen und auszuprobieren.</p>
<h2>Ein Missverständnis</h2>
<p>Viele denken aufgrund der oben aufgeführten Umstände, die dem Anfänger schnelle Fortschritte beim Erlernen des Instrumentes ermöglichen, handele es sich bei der Blockflöte lediglich um ein Anfängerinstrument. Das stimmt so nicht. Auch auf der Blockflöte gibt es meisterhafte Künstler und um es auf diesem Instrument zu wahrer Meisterschaft zu bringen, ist ebenso viel Übung und Talent vonnöten wie bei jedem anderen Musikinstrument.</p>
<h2>Die Familie</h2>
<p>Was für Blockflöten gibt es und worin liegt der Unterschied zwischen den Flöten?<br />
Sicherlich hat jeder schon einmal eine Blockflöte gesehen und auch gehört, so dass ich mich hier kurz fassen kann. Bei einer Blockflöte denkt man meist an die Sopranflöte (oder C-Flöte). Kindern, die nach Absolvierung eines ersten Blockflöten Kursus noch mit Spaß bei der Sache sind und gerne bei der Blockflöte bleiben möchten, wird oft die Altflöte empfohlen (oder F-Flöte). Diese ist etwas länger, klingt dadurch tiefer und hat daher auch größere Abstände zwischen den Bohrungen. Das heißt konkret, dass die Kinder ihre Finger weiter spreizen müssen, so dass die F-Flöte für kleine Kinder sicherlich noch keine Option ist. Das gilt natürlich umso mehr für die Tenorflöte (diese ist wieder in C, klingt aber eine Oktave tiefer als die Sopranflöte). Wegen der noch weiteren Fingerspreizung werden einige Tenorflöten mit einer Fußklappe angeboten. Die Bassflöte muß so groß sein, um die gewünschten tiefen Töne zu erzeugen, dass es selbst für Erwachsene nicht mehr möglich wäre, die Finger entsprechend weit zu spreizen. Daher verfügt die Bassflöte über Klappen, die hier aushelfen. </p>
<h2>Abschließend noch einige Eltern-Tipps zur Vermeidung typischer Fehler</h2>
<p>1) Es gibt 2 verschiedene Griffsysteme: Das sogenannte &#8220;deutsche Griffsystem&#8221; und das deutlich überlegene &#8220;barocke (oder englische) Griffsystem&#8221;. Die Flöten beider Systeme unterscheiden sich durch die Bohrungen. Obwohl sich die unterlegene deutsche Griffweise auch in Deutschland weiter auf dem Rückzug befindet, wird sie dennoch von einigen Musikschulen bzw. Lehrern vorgeschrieben. Bitte erkundigen Sie sich vor Anschaffung eines Instruments unbedingt, welches System Grundlage des jeweiligen Kursus sein wird. Wenn Sie eine Flöte mit dem &#8220;falschen&#8221; System gekauft haben, bleibt ihnen nichts übrig, als noch eine weitere zu erwerben, diesmal mit dem &#8220;richtigen&#8221; System &#8211; oder sich einen anderen Kursus zu suchen.</p>
<p>2) Achten Sie auf die Gruppengröße. Die meisten Musikschulen bieten Blockflöten-Unterricht im Rahmen kleiner bis mittelgroßen Gruppen an. 3 bis 7 Kinder bilden beispielsweise eine Gruppenstärke, welche den Spaß am gemeinsamen Lernen nicht zu kurz kommen lässt, bei welcher der (die) Lehrer(in) aber dennoch gut auf das einzelne Kind eingehen kann. Wenn es deutlich mehr Kinder werden, wird es sicherlich nicht mehr möglich sein, individuell auf jedes Kind einzugehen und es besteht die Gefahr, dass die Gruppenstunde im Chaos versinkt (es sei denn, die Lehrerin ist ein Kommunikationsgenie oder ein Diktator&#8230;) Falls Sie also die Möglichkeit haben, zwischen verschieden starken Gruppen zu wählen, sollten Sie eher zur überschaubaren (kleineren) Gruppe tendieren.</p>
<p>3) Für viele Kinder ist die Blockflöte ein wunderbarer Einstieg in die Musik. Warum das so ist, habe ich oben ausführlich beschrieben. Falls dies aber auf Ihr Kind nicht zutrifft und es nicht Blockflöte spielen will, dann lassen Sie es in Ruhe! Zwingen Sie Ihr Kind nicht, ein Instrument zu lernen, das es ablehnt. Damit könnten Sie auch (oder sogar besonders) bei einem musikalischen Kind dauerhaften Schaden anrichten. Kaufen Sie dann lieber etwas, das es interessiert. Und wenn es ein Fußball ist.</p>
<h2>Und noch eine Anmerkung</h2>
<p>In diesem Artikel war bereits die Rede vom Lehrer/der Lehrerin. Auch bei den nächsten Artikeln wird es oft um Lehrer/(-innen) gehen. Zugunsten einer besseren Lesbarkeit für die Leser/(-innen) werde ich im folgenden auf diese doch recht  verkrampfte Lehrer-und-Lehrerinnen-Schüler-und-Schülerinnen-Schreibweise verzichten. Ich möchte alle Lehrerinnen, Schülerinnen und Leserinnen bitten, mir dieses Prozedere nachzusehen.<br />
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		<title>Das Glockenspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 10:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
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		<category><![CDATA[kinder]]></category>
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		<description><![CDATA[
Ein Hörbeispiel zum Glockenspiel:
Das Glockenspiel zählt genau wie das Xylophon zu den Percussioninstrumenten. Es ist zugleich der wichtigste Vertreter der sogenannten Orffschen Instrumente und wird oft zur musikalischen Früherziehung von Kindern eingesetzt. Carl Orff (weltberühmt: seine Komposition Carmina Burana) war nicht nur ein bedeutender Komponist des 20. Jahrhunderts, sondern widmete sich bereits in den 30er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/293/ratgeber/das-glockenspiel/" title="Permanent link to Das Glockenspiel"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/glockenspiel.jpg" width="250" height="237" alt="Post image for Das Glockenspiel" /></a>
</p><p>Ein Hörbeispiel zum Glockenspiel:</p>
<p>Das Glockenspiel zählt genau wie das Xylophon zu den Percussioninstrumenten. Es ist zugleich der wichtigste Vertreter der sogenannten Orffschen Instrumente und wird oft zur musikalischen Früherziehung von Kindern eingesetzt. Carl Orff (weltberühmt: seine Komposition Carmina Burana) war nicht nur ein bedeutender Komponist des 20. Jahrhunderts, sondern widmete sich bereits in den 30er Jahren der musikpädagogischen Arbeit mit Kindern. Hierfür setzte er Instrumente ein, die relativ leicht und intuitiv zu spielen sind, wie etwa das Glockenspiel. In der einfachen Tonerzeugung liegt auch die wichtigste Parallele zu dem anderen traditionellen Einstiegs-Musikinstrument für Kinder, der Blockflöte. Für die Tonerzeugung beim Glockenspiel werden Metallplättchen unterschiedlicher Länge (und daher unterschiedlicher Tonhöhe) mit mindestens einem (üblicherweise natürlich 2) Holz- oder Kunststoffschlegeln angeschlagen. Laien verwechseln das Glockenspiel gerne mit einem Xylophon. Dieses ist im Vergleich zum Glockenspiel meist größer, klingt tiefer und hat Klangstäbe aus Holz (Xylo=griechisch für Holz). Hier ist die Nähe zu den anderen Percussion Instrumenten noch deutlicher als beim Glockenspiel. Eine weitere Parallele zwischen Glockenspiel und Blockflöte: Während es mit beiden Instrumenten buchstäblich kinderleicht ist, Töne zu erzeugen und die ersten einfachen Lieder zu spielen, kann man ebenso wie bei allen anderen Musikinstrumenten nur durch viel Übung und Einsatz zu echter Virtuosität gelangen. </p>
<h2>Intuition</h2>
<p>Wie oben bereits angeführt, kann bereits ein Kleinkind je nach Entwicklungsstand und Musikalität etwa ab 3 &#8211; 5 Jahren ein Glockenspiel intuitiv bedienen. Ein musikalisches Kind wird sich (meist auch schon ohne Anleitung durch Erwachsene) am selbst ausgelösten Klang erfreuen. Auf diese Weise ensteht Motivation, sich weiter mit dem Instrument zu beschäftigen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde dieses spielerische Entdecken der Musik mit Hilfe des Glockenspiels leider zurückgedrängt bzw. ersetzt durch kleine elektronische Piepskisten jedweder Art. Billigste Musikelektronik kombiniert mit billigstem Plastik und einigen LEDs löst bei Tastendruck nervige Quäksounds aus oder auch gleich ganze &#8220;Lieder&#8221;, die piepsender &#8211; und quäkenderweise durch das Kinderzimmer schallen. Hierbei kann ein Kind nichts lernen!  Möchten Sie Ihr kleines Kind an die Musik heranführen? Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, doch in den allermeisten Fällen werden Sie Ihrem Kind und Ihnen mit einem Glockenspiel einen besseren Einstieg in die Welt der Klänge schenken als mit einem billigen <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/65/ratgeber/die-keyboards/">Kinder-Keyboard</a>!  </p>
<h2>Warum es gut klingt</h2>
<p>Den hohen und kristallklaren Klang des Glockenspiels empfinden Kinder üblicherweise als sehr angenehm. Da ein Kinder-Glockenspiel lediglich die Töne der C-Dur Tonleiter enthält (die auf der Klaviertastatur den weißen Tasten entsprechen), klingt auch noch eine &#8220;zufällige&#8221; Aneinanderreihung der Töne (also Anarchie statt Melodie) dennoch angenehm (zumindest für Kinderohren). Es gibt auch keine &#8220;schrägen&#8221; Töne &#8211; denn entweder man trifft eine Klangplatte oder nicht. Bei einer Violine etwa dauert es selbst bei musikalischen Kindern vergleichsweise lange, bevor die Töne auch wirklich getroffen werden und ein Kind beispielsweise ein &#8220;reines&#8221; C greift und nicht &#8220;fast&#8221; ein C.<br />
Mit einem Glockenspiel &#8220;im Werkszustand&#8221; ist also nur eine einzige Tonart wirklich spielbar, nämlich C-Dur. Diese Einschränkung hinsichtlich der verschiedenen Tonarten ist jedoch für den Einstieg durchaus positiv zu bewerten. Üblicherweise liegen einem Glockenspiel auch noch einige &#8220;Austausch-Plättchen&#8221; bei, nämlich das &#8220;Fis&#8221; und das &#8220;B&#8221;. Wiederum bezogen auf eine Klaviertastatur kommen nun also 2 schwarze Tasten dazu: Das Fis und das B (gleichzeitig verschwindet leider das F und das H&#8230;). Wenn man nun beim Glockenspiel die beiden &#8220;F-Plättchen&#8221; gegen die beiden &#8220;Fis-Plättchen&#8221; austauscht, entsteht auf diese Weise eine G-Dur Tonleiter (in Notenform notiert, stünde nun ein &#8220;Kreuz&#8221; hinter dem Violinschlüssel), tauscht man das &#8220;H-Plättchen&#8221; gegen das &#8220;B-Plättchen&#8221; aus, entsteht die F-Dur Tonleiter (mit einem b hinter dem Violinschlüssel). Um ständiges Plättchenwechseln zu vermeiden, benutzen fortgeschrittene Spieler ein 2. Holzgestell, das lediglich die fehlenden Halbtöne enthält (also Cis, Dis, Fis Gis und B, entsprechend den schwarzen Tasten des Klaviers) und hinter dem ersten Gestell steht. <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/glockenspiel-spielen-lernen.html">Mit diesem 2. Gestell wird das Glockenspiel (oder auch das Xylophon) zu einem &#8220;vollwertigen&#8221; chromatischen Musikinstrument</a>. </p>
<h2>Was kostet ein Glockenspiel?</h2>
<p>Nicht viel &#8211; glücklicherweise &#8211; ein gut klingendes Glockenspiel gibt es bereits für weniger als 20 Euro. Aber gleich vorab ein dringender Appell: Wenn Ihr Kind das Glockenspiel als Musikinstrument kennenlernen soll und nicht als Spielzeug, dann kaufen Sie bitte auch ein Musikinstrument und kein Spielzeug. Oder anders ausgedrückt: Musikinstrumente kauft man in einem Musikgeschäft und nicht in einem Spielzeugladen. Wobei Sie ein Glockenspiel (etwa vom deutschen Hersteller Sonor) im Gegensatz zu vielen anderen Musikinstrumenten auch ruhigen Gewissens ungetestet beim Versandhändler Ihres Vertrauen bestellen können.<br />
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		<title>Die Keyboards</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/65/ratgeber/die-keyboards/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 20:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[eltern ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[hörbeispiel keyboard]]></category>
		<category><![CDATA[keyboard]]></category>
		<category><![CDATA[keyboard spielen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[klavier]]></category>
		<category><![CDATA[klavier spielen lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hörbeispiel 1: Flügel und Klavier
Hörbeispiel 2: andere Keyboards
Es gibt kaum einen Begriff im Bereich der Musikinstrumente, der so missverständlich ist wie der des Keyboards.
Einige benutzen ihn als Oberbegriff für alle Tasteninstrumente, akustische wie elektronische, andere benutzen ihn als Bezeichnung für ein bestimmtes Genre innerhalb der elektronischen Tasteninstrumente, nämlich für die sogenannten Home-Keyboards. Hierbei handelt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/65/ratgeber/die-keyboards/" title="Permanent link to Die Keyboards"><img class="post_image alignright" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/key.jpg" width="260" height="200" alt="Keyboards: Klavier, Flügel" /></a>
</p><p>Hörbeispiel 1: Flügel und Klavier</p>
<p>Hörbeispiel 2: andere Keyboards</p>
<p>Es gibt kaum einen Begriff im Bereich der Musikinstrumente, der so missverständlich ist wie der des Keyboards.<br />
Einige benutzen ihn als Oberbegriff für alle Tasteninstrumente, akustische wie elektronische, andere benutzen ihn als Bezeichnung für ein bestimmtes Genre innerhalb der elektronischen Tasteninstrumente, nämlich für die sogenannten Home-Keyboards. Hierbei handelt es sich um elektronische Tasteninstrumente mit eingebauten (kleinen) Lautsprechern, meistens 4 oder 5 Oktaven und oft auch noch zusätzlich verkleinerten Tasten. Diese Geräte haben meist (und jetzt wird es besonders schlimm&#8230;) eine intergrierte Begleitautomatik. Home-Keyboards sind relativ günstig zu haben, werden auch in Kaufhäusern und bei Discountern angeboten und&#8230; sie sind fürchterlich.<br />
Liebe Eltern! Wenn Sie ein ernstzunehmendes Musikinstrument für Ihre Tochter oder Ihren Sohn suchen, mit dem Hintergedanken, dass sie oder er auch etwas dabei lernen sollte, dann lassen Sie bitte die Finger von diesen Geräten. Allein die eingebauten Begleitautomatiken sind durchaus dazu geeignet, Ihr Kind geradezu gewaltsam davon abzuhalten, etwas zu lernen. Es lernt beispielsweise nicht, dass Akkorde aus verschiedenen Tönen aufgebaut sind, sondern es lernt lediglich, mit einem(!) Finger der linken Hand eine (!) Taste zu drücken und das Ding piepst und klappert los. Ich bekenne es, auch ich habe in meiner Zeit als Auszubildender in einem traditionellen Musikladen Hunderte dieser Piepskisten verkauft. Aber ich war jung und hätte meinem Chef schließlich nicht sagen können &#8220;nö, verkaufen Sie diese Tischhupen doch selber&#8230;&#8221; Also habe ich sie verkauft &#8211; wie geschnittenes Brot. An ahnungslose Rentner, verwirrte Eltern und &#8230; an Alleinunterhalter und Kindermusik-Produzenten. Genug, ich möchte gar nicht zynisch sein und bemühe mich im folgenden wieder um Objektivität. Wobei das Stichwort &#8220;Alleinunterhalter&#8221; gar nicht so verkehrt war. In der Tat benutzen auch Alleinunterhalter diese Art von Geräten. Natürlich sind das (hoffentlich) keine billigen Geräte sondern meist hochwertige Geräte renommierter Hersteller. Diese Geräte klingen mittlerweile sehr gut (sie sind auch nicht billig!) Alleinunterhalter haben schon in den 70er Jahren Orgeln benutzt mit einer Begleitautomatik (diese Kisten, wo man mittels großer Kipptasten Rhythmen einstellte, wie Walzer, Samba oder Rumba&#8230;) und ich will das auch gar nicht verteufeln. Schlimm wird es aber dann, wenn solche Geräte gezielt an Eltern und Kinder verkauft werden und diesen dabei suggeriert wird, die Kinder würden auch noch etwas sinnvolles lernen und könnten ja später immer noch auf ein Klavier umsteigen. Ich halte das für Blödsinn, gezielte Fehlinformation und die Anschaffung eines derartigen Gerätes unter pädagogischen Gesichtspunkten für einen großen Fehler. Wenn sich ein Kind daran gewöhnt hat, eine Begleitautomatik zu benutzen und dann irgendwann vor einem Klavier sitzt, ist es verloren. Das Klavier spielt nämlich nicht von alleine, wenn man mit einem Finger eine Taste drückt. Ein weiteres Problem: Ein Home-Keyboard hat keine gewichtete Tastatur (wenn Sie eine Taste eines Klaviers drücken, spüren Sie einen mechanischen Widerstand, dieser entfällt bei einem Home-Keyboard).</p>
<h2>Gar keine Gnade für Home-Keyboards?</h2>
<p>Wie man vielleicht schon zwischen den Zeilen lesen konnte, bin ich kein großer Freund der kleinen Home-Keyboards mit eingebauter Begleitautomatik. Dieses Blog bezieht sich ja explizit auf Musikinstrumente für Kinder. Ich habe oben ausgeführt, warum ich Home-Keyboards mit integrierter Begleitautomatik unter dem pädagogischen Aspekt für bedenklich halte. Wenn dieser pädagogische Aspekt keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt, dann kann ein derartiges Home-Keyboard je nach geplantem Verwendungszweck durchaus das richtige Instrument für bestimmte Käufer sein. So spricht etwa überhaupt nichts dagegen, wenn ein älterer Mensch mit einem solchen Home-Keyboard seine Freizeit verbringt und sich an seiner eigenen Musik erfreut. Ein Home-Keyboard kann zum Einstieg sogar das richtige sein für ein Kind oder einen Jugendlichen,</p>
<ul>
<li> der sich für die technischen Aspekte von digitalen Keyboards interessiert,</li>
<li> der das Keyboard nutzt, um damit auf die Musikfunktionen seines PC zuzugreifen,</li>
<li> der sich für die MIDI Aspekte interessiert,</li>
<li> der sich für die Sample-Technolgie interessiert. (Hilfe! Was ist MIDI? Was ist Sampletechnolgie?? Einige erläuternde Worte gibt es weiter unten).</li>
</ul>
<p>Kurzum: Jungs, die sich eher auf die Technik stürzen als das gepflegte Klavierspiel zu erlernen, können mit diesen Geräten durchaus einiges über digitale Musiktechnologie lernen (ich will hier die Mädchen keineswegs ausschließen, ich habe ja selber 2 Töchter, aber das echte Leben zeigt einfach, dass es zu <del datetime="2009-09-25T06:37:20+00:00">mehr als;))</del> beinahe 100% Jungs sind, die sich für diese technischen Aspekte interessieren.</p>
<h2>Muß es denn immer gleich ein Klavier sein?</h2>
<p>Nein, natürlich nicht. Ich bekomme weder Provision von der Klavier-Industrie, noch bin ich generell gegen elektronische Instrumente. Einmal abgesehen von dem hohen Anschaffungspreis für ein neues Klavier und der enormen Geräuschbelästigung während der Übungsstunden für die Eltern und Nachbarn (bitte unterschätzen Sie diesen Punkt nicht), hat ein Klavier durchaus noch andere Nachteile. Um nur einige zu nennen: Es ist extrem schwer zu transportieren, es verstimmt sich schnell (und ein Klavier stimmen zu lassen, ist recht teuer), ein echtes Klavier klingt nicht automatisch gut nur weil es ein echtes Klavier ist, das Risiko eines Fehlkaufes ist für den Laien groß und äußerst kostspielig.<br />
Sie haben ein eigenes großes Haus? Sie sind selten zuhause? Sie haben keine Nachbarn? Geld spielt keine Rolle? Dann kaufen Sie ein &#8220;richtiges&#8221; Klavier &#8211; oder besser gleich einen Konzertflügel. Zu einer derartigen Immobilie gehört ohnehin ein Flügel, ganz gleich, ob er gespielt wird oder nicht.</p>
<h2>Aber was machen alle anderen?</h2>
<p>Spaß beiseite, wenn Sie sich der potentiellen Probleme bewußt sind und ein Klavier zuhause aufstellen können, dann lassen Sie sich von einem seriösen Anbieter beraten und schaffen Sie sich ein Klavier an. Aber was machen alle andern? Gibt es denn gar keine Lösung? Doch, zum Glück! Seit etwa 20 Jahren gibt es sogar äußerst empfehlenswerte Geräte, die dem Klang eines Klavieres sehr nahe kommen und das Spielgefühl des Klaviers durch eine gewichtete Tastatur imitieren. Diese sogenannten Digital Pianos sollten Sie nicht verwechseln mit E-Pianos aus den 70er Jahren (hören Sie hier ein <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/klavier-spielen-lernen.html">typisches Sound-Beispiel für ein E-Piano aus verganger Zeit</a>). Heutige Digital Pianos basieren auf einer sehr ausgereiften Sample-Technologie und folgen dem Ziel der möglichst naturgetreuen Wiedergabe eines echten Klaviers bzw. Flügels. Das heißt, dass beispielsweise der Klang eines echten Konzertflügels Ton für Ton aufgezeichnet und digital abgespeichert wird (vergleichbar mit dem Prinzip der Audio-CD). Diese Aufzeichnung des echten Tons kann nun auf Tastendruck wiedergegeben werden. Je teurer die Geräte sind, desto aufwändiger ist in der Regel die angewandte Sampletechnologie (bzw. Auflösung). Der Unterschied zwischen einem echten Klavier und der elektronischen Nachbildung liegt also im wesentlichen nur noch in der Existenz eines &#8220;zwischengeschalteten&#8221; Lautsprechers. Wenn man den Klang eines echten Klavieres mit Hilfe eines Mikrofons aufzeichnen und über eine Stereoanlage wiedergeben würde, dann könnte das Ergebnis im besten Falle nur so gut sein, wie die Samples eines guten Digital Pianos, denn nun würde man das Ergebnis in beiden Fällen aus einem Lautsprecher (oder Kopfhörer) hören.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 260px">
	<img title="Digital Piano" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/key2.jpg" alt="Ein digitales Klavier" width="260" height="200" />
	<p class="wp-caption-text">Ein digitales Klavier</p>
</div>
<p>Wie sieht es mit dem Preis aus? Der Neupreis für brauchbare Digital Pianos liegt deutlich unter dem Anschaffungspreis eines neuen Klaviers. Dies können Geräte sein wie etwa das Clavinova von Yamaha oder vergleichbare Digital Pianos von Herstellern wie Korg, Casio, Kawai oder Roland. Sind auch diese noch zu teuer oder schreckt man einfach davor zurück, viel Geld zu bezahlen, ohne zu wissen, ob das Kind auch &#8220;dabei bleibt&#8221;, spricht überhaupt nichts dagegen, derartige Qualitätsinstrumente gebraucht anzuschaffen. Es gibt eigentlich für jedes Budget (ge)brauch(t)bare Geräte. In meinem Büro steht beispielsweise ein Clavinova, das ich bereits 1989 gebraucht(!) gekauft habe und das nach wie vor klaglos seinen Dienst verrichtet. Und wenn es zu anstrengend wird (ich habe 2 Töchter&#8230;), kann man es auch einfach leiser stellen oder einen Kopfhörer anschließen. Diese nervenschonende Option gibt es bei einem akustischen Klavier nicht!</p>
<h2>Und was ist mit MIDI?</h2>
<p>Wenn Sie einen Musikladen betreten, sich an einen Verkäufer wenden und Interesse für ein elektronisches Tasteninstrument bekunden, dann werden Sie innerhalb der nächsten 3 Minuten mit dem Begriff MIDI konfrontiert werden, ganz gleich, ob Sie das hören wollen oder nicht. Ich werde hier nicht in die technischen Details gehen, sondern Ihnen nur eine Idee geben, was MIDI ungefähr bedeutet. Da sich dieser Musikinstrumenten Blog an &#8220;normale&#8221; Eltern und nicht an Keyboard-Experten richtet, gehe ich im folgenden davon aus, dass bezüglich der MIDI Terminologie völlige Ahnungslosigkeit herrscht und ich werde es so erklären, wie ich es meiner Mutter erklären würde (wenn ich das müsste). Alle Experten können diesen Abschnitt getrost überspringen. Achtung, es geht los&#8230;</p>
<p>MIDI ist die Abkürzung für Musical Instrument Digital Interface. Was Musical Instrument bedeutet, erkläre ich nicht, das möge jeder selber herausfinden. Was ist digital? Das erkläre ich auch nicht, denn auch das dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Was bedeutet &#8220;Interface&#8221;? Auch dieser Begriff ist inzwischen eigentlich durchaus vertraut und bekannt aus der allgemeinen Computerwelt, doch gerade der Begriff des &#8220;Interface&#8221; ist es, der bei Eltern noch immer die größte Verwirrung und Bestürzung auslöst. Ein Interface ist eine standardisierte Schnittstelle. Das finden Sie immer noch unverständlich? Also gut, jetzt noch einmal mit nicht-technischen Worten&#8230; Ein Interface im Sinne von MIDI ist ein Grenzübergang, eine Verbindung, eine Brücke, eine Schnellstraße, ein Kanal, die Kooperation, die Liebe, die Hassliebe zwischen zwei (oder mehr) digitalen Instrumenten. Oder etwas weniger poetisch: Zwei Buchsen und ein Kabel.<br />
Für eine ganz typische Anwendung von MIDI stellen Sie sich bitte folgendes vor: Sie haben ein Keyboard, das lediglich aus Tasten besteht und das alleine ohne zusätzliche Geräte gar nichts kann. Nichts aber auch gar nichts. (Ganz so wie eine PC Tastatur, die ja ohne PC auch nichts kann). Sie können die Tasten herunter drücken, doch Sie hören nichts. Denn an Ihrem Keyboard befinden sich zum einen keine Lautsprecher und zum anderen ist keine Elektronik zur Klangerzeugung vorhanden. Auch der kleine Transistor Verstärker (ähnlich wie bei einem Radio), der bei einem der oben beschriebenen Home-Keyboards den Klang an die Lautsprecher &#8220;weitergeben&#8221; würde, ist bei Ihrem Keyboard nicht vorhanden. Noch einmal: Das ist exakt das, was Ihre PC Tastatur leistet. Auch eine PC Tastatur ist für sich alleine betrachtet so dumm wie ein Brot. Man kann eine PC Tastatur kaufen, sie aus dem Karton nehmen, darauf herumdrücken, aber man wird das Ergebnis seines Herumgedrückes weder sehen (eine Tastatur hat ja keinen Bildschirm) und man kann es auch nicht ausdrucken. Exakt so stellen Sie sich bitte unsere (Musik) Keyboardtastaur vor. Tasten ohne alles. Ganz ohne alles? Nein! Wenn Sie Ihre Keyboard Tastatur hin und herdrehen, werden Sie (wahrscheinlich hinten) ein kreisrundes Loch finden, die MIDI-Buchse. Dieser Norm-Anschluss hat in etwa die Größe eines 1-Cent-Stücks und ist bereit, ein MIDI-Verbindungskabel aufzunehmen. Oder deutlicher: In diese Buchse können Sie ein MIDI Kabel stecken. Über oder unter der Buchse steht wahrscheinlich MIDI OUT. Dort kommt also MIDI heraus. Naja, so in etwa&#8230; MIDI OUT sagt Ihnen, dass die Keyboard Tastatur Daten sendet (von der Tastatur weg, aus dem Gerät heraus). 2 Fragen drängen sich auf: Welche Daten schickt die Tastatur und wohin schickt die Tastatur diese Daten? Wer so alt ist wie ich oder sogar noch älter als ich, kennt vielleicht noch den Schlager &#8220;Ein Lied zieht hinaus in die Welt&#8221;. Das ist in etwa das, was hier passiert.</p>
<h5>Zu Punkt 1: Welche Daten sendet die Tastatur?</h5>
<p>Wenn Sie eine Taste herunter drücken, dann geben Sie der Tastatur damit einige Informationen, nämlich im wesentlichen <strong><em>welche</em></strong> Taste Sie gedrückt haben, <strong><em>wie lange</em></strong> Sie diese Taste gedrückt haben, <strong><em>wie stark</em></strong> Sie diese Taste gedrückt haben und noch einiges mehr. Diese Daten übertägt die Tastatur über die MIDI Schnittstelle in Windeseile an&#8230;</p>
<h5>Punkt 2: Wohin sendet die Tastatur die Daten?</h5>
<p>&#8230; an ein Soundmodul. Was ist das denn? Ein Soundmodul ist ein weiteres Gerät oder auch nur eine Soundkarte (etwa in einem PC), die für die Tonerzeugung verantwortlich ist. Dieses Soundmodul (das ist oft ein externes Gerät, an dessen Knöpfen Keyboarder live auf der Bühne gerne zwischen den Songs herumdrehen oder auch drücken) ist in der Lage, die von der Tastatur gesendeten Befehle zur Tonhöhe, Tonlänge und Vehemenz des Tones (und einiges mehr) zu verstehen und auch zu befolgen (brav!) Der eigentlich Clou kommt aber jetzt erst: Stellen Sie sich vor, Sie spielen mit Hilfe Ihrer Tastatur ein &#8220;C&#8221;. Oder ein &#8220;Fis&#8221;. Die (Master-) Tastatur teilt dem Soundmodul (oder der Soundkarte im PC) also umgehend mit, dass Sie nun möglichst bald ein &#8220;Fis&#8221; zu hören wünschen und zwar ein sehr langes und ein sehr heftig angeschlagenes &#8220;Fis&#8221;. Die Tastatur teilt dem Soundmodul aber nicht mit, ob Sie das &#8220;Fis&#8221; von einer Trompete hören wollen, einem Klavier, einer Flöte oder Hawaiigitarre. Diese Auswahl müssen (dürfen) Sie nun direkt am Soundmodul einstellen (bzw. an Ihrem PC über dessen Software). Die Tastatur sagt also lediglich, welcher <strong><em>Ton</em></strong> gefragt ist, den <strong><em>Sound</em></strong> können Sie völlig unabhängig vom Ton festlegen, wodurch eine unendliche Anzahl von Sound &#8211; Möglichkeiten entsteht. Auf diese unendlichen Optionen werde ich nicht mehr eingehen, da weder Sie noch ich unendlich viel Zeit haben. Abschließend zum Thema MIDI nur noch einmal der  Hinweis, dass dieses exakt das Prinzip ist, nach dem auch die Weitergabe von Befehlen mittels PC Tastatur an den PC erfolgt. Eine weitere gute Nachricht: MIDI ist ein Industriestandard, auf den sich alle Hersteller schon vor Jahrzehnten festgelegt haben und der von allen Anbietern unterstützt wird, ganz gleich, ob es sich um Hardware oder Software handelt. So können also auch die Geräte konkurrierender Hersteller über eine MIDI Schnittstelle miteinander kommunizieren, also Befehle senden (=MIDI OUT) und Befehle empfangen (=MIDI IN). Alle digitalen Musikinstrumente, die Sie heute kaufen können, unterstützen MIDI, was Ihnen die Möglichkeit gibt, jedes Gerät später einmal durch bessere &#8220;externe&#8221; Sounds aufzuwerten. Wenn Sie beispielsweise ein Clavinova haben, das in die Jahre gekommen ist und nicht so gut klingt wie neuere Modelle (weil die heutige Sample-Technologie weiter fortgeschritten ist), dann brauchen Sie Ihr altes Gerät nicht zu entsorgen, sondern Sie können es weiterhin als (Master-) Tastatur benutzen und damit via MIDI bessere Sounds aus einem externen Gerät abrufen. Die Details wird Ihnen bei Bedarf der <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/Musikhaus-Verzeichnis.html">Musikalienfachhändler Ihres Vertrauens</a> näher bringen.<br />
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		</item>
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		<title>Das Schlagzeug</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/150/ratgeber/das-schlagzeug/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 13:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[hörbeispiel schlagzeug]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[schlagzeug spielen lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hörbeispiel 1: Die Einleitung
Hörbeispiel 2: Elemente des Schlagzeugs
Für viele ist es gar kein Musikinstrument, für andere ist es das Musikinstrument schlechthin, unstrittig ist aber wohl, dass es eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit ist. Wenn es denn eines ist&#8230; Natürlich ist es eins. Sogar mehrere. Ich meine, ein Schlagzeug ist grammatikalisch betrachtet zwar nur &#8220;eins&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/150/ratgeber/das-schlagzeug/" title="Permanent link to Das Schlagzeug"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/drums.jpg" width="260" height="200" alt="Das Schlagzeug" /></a>
</p><p>Hörbeispiel 1: Die Einleitung</p>
<p>Hörbeispiel 2: Elemente des Schlagzeugs</p>
<p>Für viele ist es gar kein Musikinstrument, für andere ist es <strong><em>das</em></strong> Musikinstrument schlechthin, unstrittig ist aber wohl, dass es eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit ist. Wenn es denn eines ist&#8230; Natürlich ist es eins. Sogar mehrere. Ich meine, ein Schlagzeug ist grammatikalisch betrachtet zwar nur &#8220;eins&#8221;, besteht aber in der Realität aus mehreren Elementen. Es sei denn, es kommt aus der Dose (<a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/?p=65">Stichwort Begleitautomatik und Drumcomputer</a>). Hier soll es aber um das echte Schlagzeug gehen. Im englischen ist man mit dem Ausdruck &#8220;drums&#8221; näher dran an der Wirklichkeit, denn in der Tat besteht ein Schlagzeug natürlich aus mehreren Trommeln. Und was ist mit den Becken? Für den normalen Betrachter gehören die Becken zum Schlagzeug dazu, in der Welt des Musikalienhandels stimmt das aber nicht ganz. Doch dazu später mehr.</p>
<h2>Die Schlagzeug-Elemente</h2>
<p>Für alle Eltern, die noch nie ein Schlagzeug aus der Nähe gesehen haben und völlig ahnungslos sind, welches Element für welche Sounds verantwortlich ist, hier zunächst einmal eine kurze Beschreibung eines tyischen Standard-Schlagzeugs. <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html">Hier gibt es noch mehr Hörbeispiele und Bilder zu den einzelnen Schlagzeug Elementen</a>. Welches Element erzeugt welchen Sound? Die 3 wichtigsten Elemente für jeden Rhythmus (Groove) sind die Bassdrum, die Snaredrum und die Hi-Hats. Was ist was? Stellen Sie sich einmal einen &#8220;Beatboxer&#8221; vor, also einen der Jungs, die ein Schlagzeug ganz ohne Hilfsmittel nur mit dem Mund imitieren (und gegebenenfalls noch mit einem Mikrofon). Sie werden so etwas hören wie ein rhythmisch wiederkehrendes tiefes &#8220;Bumm&#8221;, ein scharfes &#8220;Tscha&#8221; und ein durchgehendes &#8220;ts&#8221;. Das &#8220;Bumm&#8221; ist die Bassdrum, das &#8220;Tscha&#8221; ist die Snare und das &#8220;ts&#8221; soll die Hi-Hats imitieren. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 130px">
	<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html"><img alt="Die Hi-Hats" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/hihats.jpg" title="Die Hi-Hats" width="130" height="300" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Die Hi-Hats</p>
</div><br />
<h4>Die Hi-Hats</h4>
<p>Ich fange mal mit den Hi-Hats an, weil das Wort am ulkigsten klingt. Unter den Hi-Hats versteht man die beiden wichtigsten Becken, die gewissermaßen aufeinander liegen und mit Hilfe der sogenannten &#8220;Hi-Hat Maschine&#8221; (Hi-Hats Beckenständer) angehoben oder abgesenkt werden können. Für die meisten Grundrhythmen sind die Hi-Hats geschlossen. Daher klingt ein Schlag auf die Hi-Hat Kante scharf, perkussiv und gedämpft. Ein reguläres Becken hingegen klingt offen und sehr lange nach, so dass es für eine durchlaufende rhythmische Begleitung weniger gut geeignet ist. </p>
<h4>Die Bassdrum</h4>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px">
	<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html"><img alt="Die Bassdrum" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/bassdrum.jpg" title="Die Bassdrum" width="250" height="237" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Die Bassdrum</p>
</div><br />
Eine Bassdrum kennt jeder, der schon einmal einen Spielmannszug oder eine sogenannte &#8220;Marching Band&#8221; gesehen hat. Das ist die große Trommel, die sich ein meist recht kräftiger Mann vor den Bauch geschnallt hat und auf die er dann 1 bis 3 mal pro Takt so kräftig wie er eben kann draufhaut. Da ein Schlagzeuger sich üblicherweise nichts vor den Bauch bindet, liegt die Bassdrum einfach vor ihm und er benutzt ein Fußpedal, um sie anzuschlagen. Im Zweifelsfall erkennt man die Bassdrum daran, dass der Band-Name aufgeklebt ist&#8230;</p>
<h4>Die Snaredrum</h4>
<p>Die Snaredrum ist den Nicht-Rockern ebenfalls von Spielmannszügen her bekannt. Sie ist ganz tief verwurzelt in der militärischen Tradition der westlichen Welt. Denken Sie an ein Staatsbegräbnis in einem Hollywoodfilm&#8230; <div class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html"><img alt="Die Snaredrum" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/snare.jpg" title="Die Bassdrum" width="150" height="110" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Die Snaredrum</p>
</div>Besser etwas fröhlicheres: Wenn eine Zirkuskappelle spielt und plötzlich alle Instrumente verstummen, weil es so spannend wird und Sie nur noch einen Trommelwirbel hören, dann hören Sie eine Snare. In der Rock- und Popmusik ist die Snare ganz profan das &#8220;Tscha&#8221; nach dem &#8220;Bumm&#8221;. Aber warum klingt die Snare so anders als alle anderen Trommeln? Weil sie schnarrt &#8211; wie der Name schon sagt. Aber warum schnarrt sie? Absichtlich oder aus Versehen? Aus voller Absicht! Verantwortlich für das Schnarren ist der sogenannte &#8220;Snareteppich&#8221;. Dieser wird von einer Metallvorrichtung von unten gegen das Resonanzfell (also das untere Fell der Snare) gedrückt und verursacht dort bei jedem Schlag das metallische Schnarren. Ohne die Snaredrum wäre die Popmusik und erst recht die Rockmusik nicht das, was sie sind. (Das gilt natürlich auch für Hollywoodfilme und Zirkuskunststücke).</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 140px">
	<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html"><img alt="Das Tomtom" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/tom.jpg" title="Die Bassdrum" width="140" height="129" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Das Tomtom</p>
</div>Soviel also zu den 3 wichtigsten Elementen des Schlagzeugs, Hi-Hats, Bassdrum und Snare. Diese sind deshalb so wichtig, weil sie bei einem Rhythmus üblicherweise &#8220;durchgehen&#8221;, diese Elemente machen den &#8220;Groove&#8221;. Alles andere ist (normalerweise) lediglich für die Akzente zuständig. Da sind zum einen die Tomtoms (manchmal nur eins, im Standardfall insgesamt 3, in den 70er Jahren waren das auch gerne mal 5, 7, 9&#8230;. ziemlich viele Tomtoms.) Diese Tomtoms kann man übrigens nicht zum navigieren benutzen und es gibt sie schon wesentlich länger als die gleichnamigen Wege-und-Straßen-Finde-Geräte. Außer den Tomtoms werden üblicherweise auch noch Becken eingesetzt, um rhythmische Akzente zu setzen. Da ist zum einen das &#8220;Crash-Becken&#8221; (Da ist der Name Programm). <div class="wp-caption alignright" style="width: 145px">
	<a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/schlagzeug-spielen-lernen.html"><img alt="Das Ride-Becken" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/cymbal.jpg" title="Die Bassdrum" width="145" height="300" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Das Ride-Becken</p>
</div>Zum anderen das &#8220;Ride&#8221;-Becken. Dieses wird oft anstelle der Hi-Hats in Refrains o.ä. gespielt, um die Lied-Teile besser voneinander abzugrenzen.</p>
<h2>Gut zu wissen!</h2>
<p>Ich habe zu Beginn erwähnt, dass die Becken zwar zum Schlagzeug dazugehören, bei einem Kauf desselben aber eben nicht. Wer in einem Musikfachgeschäft ein Schlagzeug (oder Drumset bzw. Drumkit) kauft, bekommt zu dem angegebenen Preis in der Regel die Bassdrum, die Snaredrum, die (normalerweise 3) Tomtoms incl. aller Felle, außerdem die sogenannte Hardware, also alles, was an einem Schlagzeug aus Metall ist, beispielsweise die Halterungen und Aufhängungen für die Tomtoms, die Fußmaschine, den Snareständer und alle Beckenständer einschließlich Hi-Hat-Maschine. Punkt. Nicht inbegriffen ist der Beckensatz, also die Hi-Hats selbst, das Crash-Becken und das Ride-Becken. Ebenfalls nicht dabei (aber keineswegs unwichtig): Der Drum-Hocker. Bitte sagen Sie nicht, dass hier auch ein Küchenstuhl genügen wird. Dies trifft nicht zu. Auch eine Klavierbank wäre hier fehl am Platz. Aber warum werden Schlagzeug und Becken getrennt voneinander angeboten? Die Antwort ist einfach: Weil sie üblicherweise von verschiedenen Herstellern kommen. Die wichtigen Schlagzeug-Hersteller produzieren keine Becken und die Becken-Fabrikanten keine Schlagzeuge. Selbstverständlich gibt es Händler, die komplette Pakete anbieten, beispielsweise speziell für Anfänger zusammengestellt <strong><em>inklusive</em></strong> der wichtigsten Becken. Dieses ist aber keineswegs die Regel und wenn Sie Preise vergleichen, sollten Sie auf jeden Fall berücksichtigen, ob hier die Becken im Preis inbegriffen sind oder zusätzlich angeschafft werden müssen. Und vergessen Sie nicht den Hocker!</p>
<h2>Ist ein Schlagzeug teuer?</h2>
<p>Wie alles im echten Leben ist auch der Preis eines Schlagzeugs relativ. Prinzipiell trifft auf das Schlagzeug zu, was auch für nahezu alle anderen Musikinstrumente gilt. Die Massenproduktion findet heute in Ländern statt wie China, Taiwan oder Südkorea und führt zu einem großen Angebot günstiger (und meist auch ordentlicher) Instrumenten für den Einstieg. Für einige hundert Euro (weniger als eine Handvoll) bekommt man ein ordentliches Schülerinstrument. Für Premiumprodukte renommierter Hersteller aus Deutschland, Japan oder den USA kann man hingegen auch ohne weiteres den Gegenwert eines Kleinwagens investieren. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. In der Preisspanne zwischen 500 und 1000 Euro kann Ihnen jeder seriöse Musikalienhändler ein Qualitätsschlagzeug anbieten. Hinzu kommen wie ausgeführt die Becken und auch hier gilt: Sie können für den Einstieg brauchbare Becken für kleines Geld bekommen oder Sie können ein Vermögen ausgeben. Wenn Sie nicht in Reichtum leben, würde ich zum Einstieg von einem unvernünftig teuren Instrument abraten. Ein Schlagzeug für einen Einsteiger muss spielbar sein, funktional und sollte natürlich auch einigermaßen gut klingen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein Kind sich ein Instrument der Premiumklasse erst einmal verdienen muss &#8211; durch Leidenschaft, durch Üben, durch Spaß am Spielen. Bleibt all das aus, dann wäre ein noch teureres Instrument nichts weiter als Geldverschwendung.</p>
<h2>Musik oder Lärm?</h2>
<p>Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das gilt umso mehr für akustische Reize. Die Schönheit der Musik liegt also im Ohr des Zuhörers und hier nimmt das Schlagzeug ganz sicher eine Sonderstellung ein. Ein Schlagzeug ist laut. Das ist einfach so. Wenn Sie in einer Mietwohnung leben mit mehreren Miet-Parteien, würde ich dringend von einem Schlagzeug abraten. Sie gewinnen in einem Gemeinschafts-Wohnblock mit einem Schlagzeug üblicherweise keine neuen Freunde!<br />
Sie wohnen aber in exakt so einer Mietwohnung? Und Ihr Kind wünscht sich so sehnlich ein Schlagzeug? In diesem Fall sollten Sie sich in der Umgebung erkundigen nach Probemöglichkeiten. Oft ist es beispielsweise so, dass sich mehrere Bands einen Proberaum teilen. Fragen Sie doch einfach mal nach, ob sich ihr Kind gegen einen geringen Obulus beteiligen kann. Auch Schulen oder Musikschulen haben oft die Möglichkeit, Proberäume zu vermitteln oder sie bieten selber welche an. Eine derartige Lösung hat darüber hinaus den Vorteil, dass zunächst kein eigenes Schlagzeug erforderlich ist. Die notwendigen Übungen (vor allem die Stick-Übungen zu Beginn der Schlagzeugkarriere) kann das Kind dann auch zuhause machen, beispielsweise auf einem sogenannten &#8220;Practice Pads&#8221;. (Gibt es im Musikalienhandel). Auch ein &#8220;Silent Drum&#8221; könnte in Frage kommen. Hierbei sind alle Elemente des Schlagzeugs vorhanden und positioniert wie bei einem echten Schlagzeug. Diese geben jedoch nur ein klangloses &#8220;Plopp&#8221; von sich, wenn man sie traktiert. So etwas sollten Sie aber nur anschaffen, wenn Sie sicher sind, dass ein Schlagzeug das richtige Instrument ist für Ihr Kind.</p>
<p>Abschließend noch einmal mein Appell aus meinem ersten Beitrag: Es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, dass Mädchen nicht <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/1/ratgeber/welches-musikinstrument/">Schlagzeug spielen</a> dürfen!<br />
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		<title>Die Klarinette</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/217/ratgeber/die-klarinette/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 09:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Hörbeispiel: Eine Klarinette (und im Vergleich dazu eine Oboe)
Musik hat viel mit Harmonie zu tun. Diese Harmonie wische ich aber gleich einmal unsanft beiseite und breche an ihrer statt einen Streit vom Zaun. Einen internationalen Streit. Einen Streit der Kulturen. Einen Streit zwischen Frankreich und Deutschland. Eigentlich einen Streit Deutschlands und Österreichs gegen die gesamte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/217/ratgeber/die-klarinette/" title="Permanent link to Die Klarinette"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/klarinette.jpg" width="174" height="280" alt="Post image for Die Klarinette" /></a>
</p><p>Hörbeispiel: Eine Klarinette (und im Vergleich dazu eine Oboe)</p>
<p>Musik hat viel mit Harmonie zu tun. Diese Harmonie wische ich aber gleich einmal unsanft beiseite und breche an ihrer statt einen Streit vom Zaun. Einen internationalen Streit. Einen Streit der Kulturen. Einen Streit zwischen Frankreich und Deutschland. Eigentlich einen Streit Deutschlands und Österreichs gegen die gesamte restliche Musikwelt. Oh je, oh weh! Aber jetzt können wir uns wieder entspannen, es geht glücklicherweise nicht um kriegerische Auseinandersetzungen, sondern um einen jahrhundertealten Streit unter Klarinettisten und Orchesterleitern, welchem Spielsystem der Vorzug zu geben sei, dem französischen oder dem deutschen System. </p>
<h2>Streit der Kulturen</h2>
<p>Vereinfacht ausgedrückt resultiert das deutsche System (Oehler System) aus der historischen Entwicklung des Instrumentes und ist dem traditionellen Klappen- und Griffprinzip tendenziell treu geblieben, während das französische System gewissermaßen auf einer &#8220;Revolution&#8221; beruht, die auf das Jahr 1839 zurückgeht. Grundlage dieser neuerlichen &#8220;französischen&#8221; Revolution waren neue Berechnungen von Theobald Böhm, ursprünglich durchgeführt für eine verbesserte Intonation der Querflöte. Diese neuen Berechnungen resultierten dann auch für die Klarinette im sogenannten Böhmsystem (=französisches System). Gegenüber dem ursprünglichen System (Oehlersystem) weist das Böhmsystem veränderte Griffweisen auf und verwendet ein breiteres Mundstück. Dieses neue Böhmsystem setzte sich im folgenden nach und nach auf der gesamten Welt durch &#8211; ausser im deutschsprachigen Raum. In deutschen und österreichischen Sinfonieorchestern sind daher Böhmklarinetten auch nach 170 Jahren noch verpönt, während Orchester in der gesamten übrigen Welt ihrerseits keine Oehler-Klarinetten dulden. Aufgrund dieser Problematik ist es im Falle der Klarinette natürlich äußerst wichtig, sich vor der Anschaffung eines Instrumentes mit dem zukünftigen Lehrer bezüglich des verwendeten Systems auseinander zu setzen. </p>
<h2>Noch mehr technische und geschichtliche Aspekte</h2>
<p>Bei Wikipedia gibt es einen sehr gut und ausführlich geschriebenen Artikel über die Klarinette. Ich werde hier also nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden sondern verweise für weiterführende Aspekte gerne auf den überaus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klarinette" target="_blank">informativen Artikel</a>. </p>
<h2>Ab wann kann ein Kind Klarinette spielen?</h2>
<p>Etwa ab 7 oder 8 Jahren. Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass die Art der Tonerzeugung bei der Klarinette sehr viel komplizierter ist als beispielsweise bei der <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/110/ratgeber/blockfloten/">Blockflöte</a>. Auch das Klappensystem ist natürlich schwerer zu erlernen als das eher intuitiv zu erlernende Griffsystem der Blockflöte. Das soll nicht heißen, dass man Kindern von der Klarinette abraten sollte. Nein! Natürlich nicht! Man sollte das Kind aber sehr wohl darauf vorbereiten, dass die ersten Erfolgserlebnisse in Form einfacher Lieder einfach länger auf sich warten lassen als etwa bei der Blockflöte. Für alle, denen diese Ausführungen bislang viel zu theoretisch sind (und hier schließe ich mich explizit mit ein), verweise ich zur Abwechslung auf die Übersichtsseite der <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/blockfloete-querfloete-saxophon-klarinette-spielen-lernen.html">Holzblasinstrumente</a> mit Klangbeispielen zu jedem Instrument im direkten Vergleich. Erschrecken Sie nicht, wenn Sie zunächst wieder auf die Blockflöte stoßen. Ich verspreche, das Wort bis zum Ende des Artikels nicht mehr zu erwähnen.</p>
<h2>Klarinette oder Saxophon oder beides?</h2>
<p>Ruhig beides! Das Erlernen der Klarinette ist eine sehr guter Einstieg, falls man später einmal zum <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/200/ratgeber/das-saxophon/">Saxophon</a> wechseln möchte. Die Art der Tonerzeugung ist sehr ähnlich und auch das Klappen- bzw. Griffsystem weist starke Parallelen auf. Aber an dieser Stelle sei ganz deutlich gesagt: Das Erlernen der Klarinette ist keineswegs Voraussetzung, um später einmal Saxophon zu spielen, sondern lediglich eine sehr gute Hilfe. Da man mit dem Saxophon erst beginnen sollte, wenn der Zahnwechsel komplett vollzogen ist, also etwa ab 10 Jahren, gibt es viele Saxophonisten, die zunächst einmal mit einer Klarinette begonnen haben. </p>
<h2>Und noch mehr Parallelen</h2>
<p>Die Thematik &#8220;neues oder gebrauchtes Instrument&#8221;, der Aspekt der empfindlichen Klappen (Stichwort Polster) und vieles mehr entsprechen den Ausführungen zum <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/200/ratgeber/das-saxophon/">Saxophon</a> gemacht habe. Wer sich für das Thema Bläserklasse interessiert, findet im <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/187/ratgeber/die-trompete/">Artikel über die Trompete</a> einige Hinweise.</p>
<h2>Was darf eine Klarinette kosten?</h2>
<p>Man muss schon etwa 500 Euro für eine neue Klarinette investieren. Nach oben gibt es wie immer keine Grenzen. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass Sie wegen der konkurrierenden Systeme (Böhm versus Oehler) keine Klarinette kaufen sollten, ohne sich vorher mit dem zukünftigen Lehrer abzusprechen. Idealerweise begleitet dieser Ihr Kind und Sie zu Ihrem <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/Musikhaus-Verzeichnis.html">Fachgeschäft vor Ort</a>.<br />
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		<item>
		<title>Das Saxophon</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/200/ratgeber/das-saxophon/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 14:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[musikinstrumente]]></category>
		<category><![CDATA[saxophon]]></category>
		<category><![CDATA[spielen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Georg Friedrich Händel soll es liebevoll als Näseltüte bezeichnet haben. Aber das ist natürlich Quatsch, schon allein deshalb, weil das Saxophon erst 160 Jahre nach Herrn Händel das Licht der Welt erblickte. Doch wer den Klang eines Saxophons mit dem einer Trompete vergleicht, wird ahnen, was mit dem Näseln gemeint sein könnte &#8211; falls es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/200/ratgeber/das-saxophon/" title="Permanent link to Das Saxophon"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/saxophon.jpg" width="174" height="280" alt="Post image for Das Saxophon" /></a>
</p><p>Georg Friedrich Händel soll es liebevoll als Näseltüte bezeichnet haben. Aber das ist natürlich Quatsch, schon allein deshalb, weil das Saxophon erst 160 Jahre nach Herrn Händel das Licht der Welt erblickte. Doch wer den Klang eines Saxophons mit dem einer Trompete vergleicht, wird ahnen, was mit dem Näseln gemeint sein könnte &#8211; falls es denn jemals so gesagt worden sein sollte. </p>
<h2>Die Kunst der Unterhaltung</h2>
<p>Das Saxophon wurde 1846 von Adolphe Sax in Paris zum Patent angemeldet und ist damit ein relativ junges Instrument. Zumindest verglichen mit den klassischen Orchesterinstrumenten. Oder mit einer Trommel. Obwohl es ursprünglich für den Einsatz im klassischen Sinfonieorchester konzipiert war, wurde es dort bis heute nicht so recht heimisch. Wahrscheinlich ist es mit seinen gut 160 Jahren einfach zu jung! Das mag vielen mit Blick auf das eigene Alter tröstlich erscheinen, anderen eher nicht. Wie dem auch sei, das Saxophon hatte durchaus noch (mindestens) einen Durchbruch, allerdings etwas später und auch nicht im klassischen Orchester, sondern eher im Bereich des Jazz, in Big Bands, in Blaskapellen, später auch in der Rock- und Popmusik oder ganz allgemein in der &#8220;Unterhaltungsmusik&#8221;. Was auch immer Unterhaltungsmusik sein mag. Nach meinem Verständnis sollte auch klassische Musik die Menschen unterhalten. Welchen Zweck sollte sie sonst haben? Menschen zu langweilen? Zu demütigen? Zu bestrafen? Zu Quälen? Sicherlich nicht! </p>
<h2>Die Familiengeschichte</h2>
<p>Das Saxophon gehört zur Familie der <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/blockfloete-querfloete-saxophon-klarinette-spielen-lernen.html" target="blank">Holzblasinstrumente</a>, obwohl es nicht aus Holz gefertigt ist sondern aus Blech &#8211; zumindest zum größten Teil. Einzig das sogenannte Blatt, also das Teil, auf welchem die Unterlippe des Spielers aufliegt, ist aus Holz gefertigt. Wobei auch das heute nicht mehr uneingeschränkt der Wahrheit entspricht, denn viele Saxophonisten benutzen inzwischen Kunststoffblätter. In dem Fall ist also gar nichts mehr aus Holz &#8211; und doch bleibt das Saxophon ebenso wie die Querflöte ein Holzblasinstrument. Man kann also festhalten, dass die Klassifizierung als Holz- oder Blechblasinstrument eher auf die Art der Tonerzeugung und die Tradition eines Instrumentes abzielt als auf das tatsächlich verwendete Material. </p>
<h2>Von Mund und Mundstück</h2>
<p>Ähnlich wie viele Trompeter betrachten auch viele Saxophonisten das Mundstück als enorm wichtig und ausschlaggebend für Klang und Spielbarkeit des Instrumentes &#8211; einige Spieler halten das Mundstück für wichtiger als das Instrument selbst. An dieser Stelle zitiere ich gerne eine Passage von Tobias Haecker aus dessen Blog <a href="http://saxophonistisches.wordpress.com/2009/08/18/der-ultimative-saxophonstarter-guide-teil-2/">Saxophonistisches</a>:</p>
<blockquote><p>Mundstück und Blatt sind für den Sound meist entscheidender als das Saxophon selber. Zwar sind beim Saxophon schon ein Mundstück und ein oder zwei Blätter beigelegt. Blätter sind Verschleißware und je nachdem was für ein Sax man gekauft hat ist das beigefügte Mundstück brauchbar oder totaler Mist.</p></blockquote>
<p>Wer an weiteren Informationen interessiert ist, findet in obigem Blog viel wissenswertes aus allen Bereichen rund um das Saxophon, einschließlich solch spannender Fragen, ob Saxophonisten besser küssen als andere Menschen. Ich weiß es nicht! (Neige als Gitarrist aber gleichwohl dazu, die Frage zu verneinen) Da es an dieser Stelle per Definitionem um Musikinstrumente für Kinder geht, ist die gesamte Fragestellung hier jedoch völlig irrelevant, geradezu fehl am Platze. Wichtiger ist die Frage, ab welchem Alter Kinder überhaupt Saxophon spielen sollten (können&#8230;) und welches Instrument hierzu in Frage kommt.</p>
<h2>Welches Saxophon für mein Kind?</h2>
<p>Ähnlich wie bei der Blockflöte unterscheidet man auch beim Saxophon Sopran, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Saxophon. Völlig anders als bei der Blockflöte und entgegen anderslautender Gerüchte eignet sich beim Saxophon aber gerade das Sopran-Saxophon <em><strong>nicht</strong></em> für Kinder. Das Sopran-Saxophon ist vom Ansatz her noch schwerer zu erlernen als die &#8220;tiefer&#8221; klingenden Geschwister und ist innerhalb der Saxophonfamilie eher ein Exot. Man erkennt es leicht daran, dass es nicht gebogen ist sondern völlig gerade. Allein daher ist es eigentlich völlig untypisch für ein Saxophon und erinnert optisch eher an eine Klarinette. Die erste Wahl für Kinder ist daher das Altsaxophon oder Es-Saxophon. Es ist das kleinste der &#8220;typischen&#8221; Saxophone und auch das häufigste, dicht gefolgt vom Tenorsaxophon (B-Saxophon). Das Altsaxophon ist für ein Kind etwa ab 8 Jahren beherrschbar und damit erlernbar. Ein Schultergurt unterstützt das Kind dabei, das Gewicht des Instrumentes zu tragen. Das größere und schwerere Tenorsaxophon ist von der Spielweise und vom Handling her identisch, wird aber allein aufgrund der größeren Ausmaße und des höheren Gewichtes eher für Jugendliche in Frage kommen, die weitgehend &#8220;ausgewachsen&#8221; sind.</p>
<h2>Die Tücke des Objektes</h2>
<p>Anders als eine Trompete ist ein Saxophon durchaus pflegeintensiv. Man muss sich darüber im klaren sein, dass die Mechanik eines Saxophons recht kompliziert und daher auch besonders anfällig ist gegen Störungen aller Art, sei es durch einen Unfall oder einfach nur durch wenig sorgfältigen Umgang. Beim Spielen entsteht naturgemäß Feuchtigkeit. Daher sollte das Instrument nach jedem Einsatz trocken gewischt werden. Keinesfalls darf es (innen noch feucht) längere Zeit im geschlossenen Koffer liegen. Die Feuchtigkeit würde sehr bald die empfindlichen Klappenpolster angreifen, mit dem Ergebnis, dass diese spröde würden oder rissig, so dass die Klappen nicht mehr sauber schließen und das Instrument nur noch schlecht oder gar nicht mehr spielbar wäre. In einem derartigen Fall hilft nur noch eine kostspielige Erneuerung aller Klappenpolster durch einen Fachmann. Ein solcher Eingriff ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Aus demselben Grunde sollte ein Laie auch Abstand vom Kauf eines gebrauchten Saxophons nehmen. Wenn es dennoch ein gebrauchtes Instrument sein soll, so achten Sie bitte auf eine leicht gängige Mechanik und darauf, dass die Klappen gut schließen. Gegebenenfalls müssen die Polster ausgetauscht werden. Diese Kosten müssten Sie fairerweise kalkulatorisch auf die Anschaffungskosten eines gebrauchten Instrumentes aufschlagen, so dass die Anschaffung eines neuen Instrumentes durchaus auch finanziell die bessere Wahl sein kann! Selbstredend sollte man auch ein neues Instrument hinsichtlich obiger Kriterien überprüfen. Wegen der Komplexität des Instrumentes ist es jedoch ratsam, beim Kauf einen Fachmann mitzunehmen, optimalerweise den zukünftigen Lehrer. Falls dieses nicht möglich sein sollte, gehen Sie zu einem seriösen Musikfachgeschäft und lassen Sie sich das Instrument vor dem Kauf vorführen. </p>
<h2>Was darf oder sollte ein Saxophon kosten?</h2>
<p>Ein Saxophon ist definitiv komplexer als eine Blockflöte! Aber auch hier gilt, dass es inzwischen Instrumente aus Fernost gibt, die bereits ab etwa 300 Euro zu haben sind. Ich möchte keine Werbung für Versandhändler machen, schon gar nicht beim Saxophon aber es gibt tatsächlich ein großes Musikhaus, das Altsaxophone ab 200 € anbietet. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Premium-Hersteller wie Selmer, deren Produktpalette nicht unter 3.000 Euro beginnt. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Vergleichen Sie es mit dem Automobilmarkt. Es muss weder der billigste Wagen aus Indien sein noch der teuerste aus Stuttgart, München oder Ingolstadt. Die meisten Käufer werden wohl zu einem Produkt zwischen den Extremen greifen. Übertragen auf den Saxophonmarkt könnte man beispielsweise den deutschen Hersteller Keilwerth oder den japanischen Instrumentenhersteller(-Riesen) Yamaha als Referenz für vernünftige Schülerinstrumente heranziehen. Bei diesen beiden Herstellern beginnt sich das nach oben offene Preiskarussel etwa ab 700 Euro zu drehen. Man beachte, dass dieses doch signifikant über dem Preis liegt, den man etwa für eine ebenso brauchbare Trompete bezahlen müsste. Abschließend noch einige Hörbeispiele vom Saxophon und einigen anderen mehr oder weniger verwandten <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/blockfloete-querfloete-saxophon-klarinette-spielen-lernen.html">Holzblasinstrumenten</a>.<br />
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		<title>Die Querflöte</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/225/ratgeber/die-querflote/</link>
		<comments>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/225/ratgeber/die-querflote/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 09:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[bläserklasse]]></category>
		<category><![CDATA[hörbeispiel querflöte]]></category>
		<category><![CDATA[kinder]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[querflöte]]></category>
		<category><![CDATA[spielen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hörbeispiel: Die Querflöte
Auch die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten. Querflöte? Holz&#8230;? Diese Klassifizierung hat schon oft für ungläubiges Staunen gesorgt. Während das Saxophon ja wenigstens noch ein (zumeist) hölzernes Blatt am Mundstück zur Tonerzeugung benötigt, scheint die Querflöte völlig ohne Holz auszukommen und somit Baum- und holzfrei zu sein. Gewissermaßen Ast-rein. Und in der Tat: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/225/ratgeber/die-querflote/" title="Permanent link to Die Querflöte"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/querfloete.jpg" width="174" height="280" alt="Post image for Die Querflöte" /></a>
</p><p>Hörbeispiel: Die Querflöte</p>
<p>Auch die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten. Querflöte? Holz&#8230;? Diese Klassifizierung hat schon oft für ungläubiges Staunen gesorgt. Während das Saxophon ja wenigstens noch ein (zumeist) hölzernes Blatt am Mundstück zur Tonerzeugung benötigt, scheint die Querflöte völlig ohne Holz auszukommen und somit Baum- und holzfrei zu sein. Gewissermaßen Ast-rein. Und in der Tat: Selbst eine überaus gründliche Untersuchung mit feinmechanischen Werkzeugen, Eisensäge und Schweißbrenner fördert nicht das winzigste Stückchen Holz zu Tage. </p>
<h2>Des Rätsels Lösung&#8230;</h2>
<p>&#8230;scheint also woanders zu liegen. Nämlich einerseits in der Historie und andererseits in der Art der Tonerzeugung. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Querflöte nämlich in der Tat aus Holz gebaut &#8211; ebenso wie die <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/110/ratgeber/blockfloten/">Blockflöte</a>, welche von der Querflöte bereits vor Jahrhunderten aus den Orchestern gedrängt wurde. Und was ist mit der Tonerzeugung? Diese erfolgt bei der Querflöte durch die sogenannte Anblaskannte. Anders als bei den Blechblasinstrumenten entsteht der Ton nicht durch die Schwingung der Lippen. Mehr soll uns an dieser Stelle auch gar nicht interessieren. Hier geht es ja um Musikinstrumente für Kinder, daher ist folgende Frage sehr viel interessanter:</p>
<h2>Ist die Querflöte ein Instrument für Kinder?</h2>
<p>Unbedingt! Ich zitiere hier zunächst einmal <a href="http://www.brittaroscher.de/" target="_blank">Britta Roscher</a>, die im Musiklehrernetzwerk Wiesbaden für das Fach Querflöte zuständig ist:  </p>
<blockquote><p><div class="wp-caption alignright" style="width: 175px">
	<img alt="Britta Roscher" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/britta_roscher.jpg" title="Britta Roscher" width="175" height="255" />
	<p class="wp-caption-text">Britta Roscher</p>
</div>Für kleine Kinder gibt es entweder kleine Kunststoffflöten ohne Klappen (eine sehr preisgünstige Alternative) oder Querflöten mit gebogenem Kopfstück. Dadurch ist die Flöte etwas kürzer, die Arme müssen nicht so weit gestreckt werden und die Haltung wird erleichtert (&#8230;) Interessierte Kinder können ab ca. 7 Jahren mit dem Querflötenunterricht beginnen, aber natürlich ist auch ein späterer Einstieg möglich! </p></blockquote>
<p>Prinzipiell ist es also möglich, dass Kinder bereits mit 6 oder 7 Jahren mit dem Unterricht beginnen. Ich möchte allerdings auf ein häufiges Missverständnis hinweisen. Viele Eltern denken &#8220;eine Flöte ist eine Flöte&#8221; und da sie die Querflöte gegenüber der Blockflöte bevorzugen, denken sie, ein Kind könne das Querflötenspiel ähnlich intuitiv erlernen wie das der Blockflöte. Diese Annahme ist leider absolut unzutreffend. Das Erlernen der Querflöte ist sehr viel komplexer als das Erlernen der Blockflöte. Wie beim Saxophon, der Klarinette, Oboe, Trompete und vielen anderen Blasinstrumenten ist der alles entscheidende Faktor bezüglich Erfolg oder Misserfolg auch im Falle der Querflöte der richtige Ansatz, also die Kombination aus richtiger Mund- und Lippenstellung mit der richtigen Atemtechnik. Während sich Kinder mit einer Blockflöte durchaus nach kurzer Übungszeit einfache Lieder selbst erarbeiten können, ist von derartigen &#8220;Selbstversuchen&#8221; im Falle der Querflöte dringend abzuraten. Ohne einen professionellen Lehrer wird man mit der Querflöte im Regelfall keine Freude haben. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen unter dem Aspekt <strong><em>Kinder-Musikinstrument</em></strong>: Eine Querflöte gehört nicht nur zu den teureren sondern auch zu den pflegeintensiveren Instrumenten. Je nach Material läuft beispielsweise die Silberlegierung leicht an, so dass regelmäßiges Putzen gewissermaßen dazu gehört. Wie die Klappenpolster des Saxophons und der Klarinette reagieren auch die der Querflöte oft recht zickig auf Feuchtigkeit. Die Querflöte nach der Unterrichtsstunde eine Woche lang  ungenutzt und ungeputzt im geschlossenen Koffer liegen zu lassen, wäre also keine gute Idee.</p>
<h2>Und welches Instrument sollte es sein?</h2>
<p>Ich habe bereits bei einigen anderen Instrumenten darauf hingewiesen, dass man sich optimalerweise zunächst um einen Lehrer kümmert (Das kann natürlich auch eine nette Lehrerin sein aber wie oben bereits erläutert verzichte ich aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit auf die etwas verkrampfte Lehrer-und-Lehrerinnen-Schüler-und-Schülerinnen-Schreibweise). Es ist nämlich wichtig, den späteren Instrumentenkauf mit der Lehrkraft (Ha! &#8230;..Lehrkräftin&#8230;.? Hm&#8230;.)  abzustimmen. Eine gute Querflöte gehört aufgrund des hochwertigen und teuren Materials und auch wegen der komplexen Klappentechnik zu den kostspieligeren Musikinstrumenten, so dass hier ein Fehlkauf besonders ärgerlich wäre.<div class="wp-caption alignleft" style="width: 174px">
	<img alt="gebogenes Mundstück" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/kinder-querfloete.jpg" title="gebogenes Mundstück" width="174" height="212" />
	<p class="wp-caption-text">gebogenes Mundstück</p>
</div>Auch bezüglich der Frage, ob für das jeweilige Kind ein gebogenes Mundstück angeschafft werden sollte, um das Überstrecken der Arme zu verhindern, sollte unbedingt der Lehrer konsultiert werden. Hinzu kommt, dass einige Lehrer ihren Schülern dieses gebogene Mundstück leihweise zur Verfügung stellen. </p>
<h2>Was kostet denn eine Querflöte?</h2>
<p>Da ist sie wieder, die Sache mit dem Geld. Wie ich oben bereits angedeutet habe, sind Querflöten üblicherweise nicht ganz billig. Bei einem renommierten Hersteller beginnt das Spektrum etwa bei 500 Euro. Wie bei allen Instrumenten gibt es auch im Falle der Querflöte eigentlich keine Grenze nach oben. Es gibt hingegen durchaus Preisbrecher und Dumpingangebote zum Teil weit unter den magischen 500 Euro. Doch im Falles derartiger &#8220;Schnäppchen&#8221; ist doch zu empfehlen, das Instrument vor dem Kauf von einem Musiklehrer oder zumindest fortgeschrittenen Spieler vor Ort auf die tadellose Funktionsweise testen zu lassen. Wenn man für 150 Euro eine voll funktionstüchtige Querflöte mit einem sauberen Ton bekommt, dann ist das sicherlich ein echtes Schnäppchen. Wenn sich allerdings nach einigen Monaten herausstellt, dass die 150-Euro Flöte eigentlich unspielbar ist, dann wäre die 500-Euro Flöte letztlich doch das preiswertere Instrument gewesen. Wenn es finanziell klemmt, sollte man durchaus auch ein Leihinstrument in Betracht ziehen. Abschließend noch der Hinweis, dass die Querflöte auch oft im Rahmen der sogenannten <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/187/ratgeber/die-trompete/">Bläserklassen</a> eingesetzt wird.<br />
Auch die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten. Querflöte? Holz&#8230;? Diese Klassifizierung hat schon oft für ungläubiges Staunen gesorgt. Während das Saxophon ja wenigstens noch ein (zumeist) hölzernes Blatt am Mundstück zur Tonerzeugung benötigt, scheint die Querflöte völlig ohne Holz auszukommen und somit Baum- und holzfrei zu sein. Gewissermaßen Ast-rein. Und in der Tat: Selbst eine überaus gründliche Untersuchung mit feinmechanischen Werkzeugen, Eisensäge und Schweißbrenner fördert nicht das winzigste Stückchen Holz zu Tage. </p>
<h2>Des Rätsels Lösung&#8230;</h2>
<p>&#8230;scheint also woanders zu liegen. Nämlich einerseits in der Historie und andererseits in der Art der Tonerzeugung. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Querflöte nämlich in der Tat aus Holz gebaut &#8211; ebenso wie die <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/110/ratgeber/blockfloten/">Blockflöte</a>, welche von der Querflöte bereits vor Jahrhunderten aus den Orchestern gedrängt wurde. Und was ist mit der Tonerzeugung? Diese erfolgt bei der Querflöte durch die sogenannte Anblaskannte. Anders als bei den Blechblasinstrumenten entsteht der Ton nicht durch die Schwingung der Lippen. Mehr soll uns an dieser Stelle auch gar nicht interessieren. Hier geht es ja um Musikinstrumente für Kinder, daher ist folgende Frage sehr viel interessanter:</p>
<h2>Ist die Querflöte ein Instrument für Kinder?</h2>
<p>Unbedingt! Ich zitiere hier zunächst einmal <a href="http://www.brittaroscher.de/" target="_blank">Britta Roscher</a>, die im Musiklehrernetzwerk Wiesbaden für das Fach Querflöte zuständig ist:  </p>
<blockquote><p><div class="wp-caption alignright" style="width: 175px">
	<img alt="Britta Roscher" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/britta_roscher.jpg" title="Britta Roscher" width="175" height="255" />
	<p class="wp-caption-text">Britta Roscher</p>
</div>Für kleine Kinder gibt es entweder kleine Kunststoffflöten ohne Klappen (eine sehr preisgünstige Alternative) oder Querflöten mit gebogenem Kopfstück. Dadurch ist die Flöte etwas kürzer, die Arme müssen nicht so weit gestreckt werden und die Haltung wird erleichtert (&#8230;) Interessierte Kinder können ab ca. 7 Jahren mit dem Querflötenunterricht beginnen, aber natürlich ist auch ein späterer Einstieg möglich! </p></blockquote>
<p>Prinzipiell ist es also möglich, dass Kinder bereits mit 6 oder 7 Jahren mit dem Unterricht beginnen. Ich möchte allerdings auf ein häufiges Missverständnis hinweisen. Viele Eltern denken &#8220;eine Flöte ist eine Flöte&#8221; und da sie die Querflöte gegenüber der Blockflöte bevorzugen, denken sie, ein Kind könne das Querflötenspiel ähnlich intuitiv erlernen wie das der Blockflöte. Diese Annahme ist leider absolut unzutreffend. Das Erlernen der Querflöte ist sehr viel komplexer als das Erlernen der Blockflöte. Wie beim Saxophon, der Klarinette, Oboe, Trompete und vielen anderen Blasinstrumenten ist der alles entscheidende Faktor bezüglich Erfolg oder Misserfolg auch im Falle der Querflöte der richtige Ansatz, also die Kombination aus richtiger Mund- und Lippenstellung mit der richtigen Atemtechnik. Während sich Kinder mit einer Blockflöte durchaus nach kurzer Übungszeit einfache Lieder selbst erarbeiten können, ist von derartigen &#8220;Selbstversuchen&#8221; im Falle der Querflöte dringend abzuraten. Ohne einen professionellen Lehrer wird man mit der Querflöte im Regelfall keine Freude haben. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen unter dem Aspekt <strong><em>Kinder-Musikinstrument</em></strong>: Eine Querflöte gehört nicht nur zu den teureren sondern auch zu den pflegeintensiveren Instrumenten. Je nach Material läuft beispielsweise die Silberlegierung leicht an, so dass regelmäßiges Putzen gewissermaßen dazu gehört. Wie die Klappenpolster des Saxophons und der Klarinette reagieren auch die der Querflöte oft recht zickig auf Feuchtigkeit. Die Querflöte nach der Unterrichtsstunde eine Woche lang  ungenutzt und ungeputzt im geschlossenen Koffer liegen zu lassen, wäre also keine gute Idee.</p>
<h2>Und welches Instrument sollte es sein?</h2>
<p>Ich habe bereits bei einigen anderen Instrumenten darauf hingewiesen, dass man sich optimalerweise zunächst um einen Lehrer kümmert (Das kann natürlich auch eine nette Lehrerin sein aber wie oben bereits erläutert verzichte ich aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit auf die etwas verkrampfte Lehrer-und-Lehrerinnen-Schüler-und-Schülerinnen-Schreibweise). Es ist nämlich wichtig, den späteren Instrumentenkauf mit der Lehrkraft (Ha! &#8230;..Lehrkräftin&#8230;.? Hm&#8230;.)  abzustimmen. Eine gute Querflöte gehört aufgrund des hochwertigen und teuren Materials und auch wegen der komplexen Klappentechnik zu den kostspieligeren Musikinstrumenten, so dass hier ein Fehlkauf besonders ärgerlich wäre.<div class="wp-caption alignleft" style="width: 174px">
	<img alt="gebogenes Mundstück" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/kinder-querfloete.jpg" title="gebogenes Mundstück" width="174" height="212" />
	<p class="wp-caption-text">gebogenes Mundstück</p>
</div>Auch bezüglich der Frage, ob für das jeweilige Kind ein gebogenes Mundstück angeschafft werden sollte, um das Überstrecken der Arme zu verhindern, sollte unbedingt der Lehrer konsultiert werden. Hinzu kommt, dass einige Lehrer ihren Schülern dieses gebogene Mundstück leihweise zur Verfügung stellen. </p>
<h2>Was kostet denn eine Querflöte?</h2>
<p>Da ist sie wieder, die Sache mit dem Geld. Wie ich oben bereits angedeutet habe, sind Querflöten üblicherweise nicht ganz billig. Bei einem renommierten Hersteller beginnt das Spektrum etwa bei 500 Euro. Wie bei allen Instrumenten gibt es auch im Falle der Querflöte eigentlich keine Grenze nach oben. Es gibt hingegen durchaus Preisbrecher und Dumpingangebote zum Teil weit unter den magischen 500 Euro. Doch im Falles derartiger &#8220;Schnäppchen&#8221; ist doch zu empfehlen, das Instrument vor dem Kauf von einem Musiklehrer oder zumindest fortgeschrittenen Spieler vor Ort auf die tadellose Funktionsweise testen zu lassen. Wenn man für 150 Euro eine voll funktionstüchtige Querflöte mit einem sauberen Ton bekommt, dann ist das sicherlich ein echtes Schnäppchen. Wenn sich allerdings nach einigen Monaten herausstellt, dass die 150-Euro Flöte eigentlich unspielbar ist, dann wäre die 500-Euro Flöte letztlich doch das preiswertere Instrument gewesen. Wenn es finanziell klemmt, sollte man durchaus auch ein Leihinstrument in Betracht ziehen. Abschließend noch der Hinweis, dass die Querflöte auch oft im Rahmen der sogenannten <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/187/ratgeber/die-trompete/">Bläserklassen</a> eingesetzt wird.<br />
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		<title>Die Trompete</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 14:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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Hörbeispiel: Verschiedene Trompeten
Die Trompete ist die Königin der Blechblasinstrumente. Wenn man auf die Lautstärke und Durchsetzungsfähigkeit ihres Tons abzielt, dann herrscht sie nicht nur über die Blechblas- sondern über alle Blasinstrumente. Die Trompete ist aber auch deshalb so populär, weil sie in so vielen verschiedenen Musikstilen Verwendung findet. So gehört sie beispielsweise als Solo- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/187/ratgeber/die-trompete/" title="Permanent link to Die Trompete"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/trompete.jpg" width="250" height="118" alt="Post image for Die Trompete" /></a>
</p><p>Hörbeispiel: Verschiedene Trompeten</p>
<p>Die Trompete ist die Königin der <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/trompete-spielen-lernen.html" target="blank">Blechblasinstrumente</a>. Wenn man auf die Lautstärke und Durchsetzungsfähigkeit ihres Tons abzielt, dann herrscht sie nicht nur über die Blechblas- sondern über alle Blasinstrumente. Die Trompete ist aber auch deshalb so populär, weil sie in so vielen verschiedenen Musikstilen Verwendung findet. So gehört sie beispielsweise als Solo- und Begleitinstrument in das klassische Orchester, sie ist sehr populär in der Jazz-Musik und gehört als Bestandteil eines guten Bläsersatzes auch in Rock/Pop/Funkbands, die mit &#8220;echten&#8221; Bläsern auftreten. Neben dem Einsatz in den oben genannten Bands und klassischen Orchestern ist die Trompete natürlich ganz fester Bestandteil typisch deutscher Musikkultur. Diese kann man einteilen in den weltlichen und kirchlichen Bereich.</p>
<h2>Zunächst einmal ganz weltlich</h2>
<p>Man nennt sie Big Bands, Musikvereine, Blaskapellen, Marching Bands, Karnevalskapellen oder ganz ähnlich oder auch ganz anders. In all diesen Bands oder Kapellen spielen Trompeten (meist mehrere pro Band) eine wesentliche Rolle. Diese Musikformen sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. So gibt es etwa die typisch bayerischen Blaskapellen oder ebenso typisch rheinländische Karnevalskapellen. Doch wie sie auch heißen und wie sie auch klingen: Ohne Trompeten wäre diese Art der Musik undenkbar. </p>
<h2>Jetzt kirchlich</h2>
<p>Ebenso stark kulturell in Deutschland verwurzelt sind die sogenannten Posaunenchöre. Vor allem in vielen protestantischen Gemeinden gehören die Posaunenchöre traditionell ganz fest zum kirchlichen Leben. Auch hier gilt, was eigentlich immer gilt: Sinn macht nur, was auch dem Kind gefällt. Bitte zwingen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn nicht, in einen Posaunenchor einzutreten, wenn sie oder er ansonsten der Musik von Metallica oder Eminem frönt. </p>
<h2>Und nun alles zusammen</h2>
<p>Beide Bereiche, sowohl der weltliche als auch der kirchliche, sind natürlich auf eine starke Jugendarbeit angewiesen und funktionieren wie andere Vereine auch. Sie erneuern sich in einem konstanten Prozess immer wieder und quasi aus sich selbst heraus. Man beachte den Gegensatz zu einer typischen &#8220;Band&#8221;. Die Rolling Stones etwa haben jung angefangen und hören alt (immer noch nicht) auf. Diese Musikvereine / Posaunenchöre nehmen also im Gegensatz dazu gerne Nachwuchsspieler auf, kümmern sich oft sogar um Instrumente und Unterricht, was insbesondere für Eltern interessant sein könnte, die kein größeres Budget für Musikinstrumente und den im Regelfall recht teuren Unterricht  zur Verfügung stellen können oder möchten. Insofern spielen die Musikvereine und Posaunenchöre natürlich eine bedeutende Rolle innerhalb des deutschen Musikkulturbetriebes. Seit einigen Jahren zeichnet sich in Deutschland noch eine neue Entwicklung im Bereich der Jugendförderung ab, die sogenannten Bläserklassen. </p>
<h2>Die Bläserklassen</h2>
<p>Hierbei findet in regulären Schulklassen anstelle bzw. ergänzend zum herkömmlichen Musikunterricht einige Stunden pro Woche Instrumentalunterricht im Klassenverbund statt. Zur Auswahl stehen hier die gängigen Blech- und Holzblasinstrumente. Neben der musikalischen Ausbildung stehen hier vor allem soziale Aspekte im Vordergrund, also Stärkung des Klassenverbundes, des Gemeinschaftsgefühls, gemeinsames Hinarbeiten auf die ersten Auftritte u.s.w. Bläserklassen sind meist auf 2 Jahre ausgelegt und werden an vielen weiterführenden Schulen angeboten (meist in den Jahgangsstufen 5 und 6). Zunehmend wird das Konzept auch auf Grundschulen übertragen, wo beispielsweise in den Klassen 3 und 4 eine Bläserklasse eingerichtet wird. Bezüglich der Instrumente und des Unterrichts gibt es verschiedene Modelle, so etwa Kooperationen mit örtlichen Musikalienhändlern, mit Musikschulen, Musikvereinen, mit Musikinstrumentenherstellern oder ähnliches. Die Instrumente werden entweder von der Schule angeschafft und leihweise zur Verfügung gestellt (über Fördervereine) oder es werden spezielle Leasingverträge vermittelt. Weitere Informationen zum Thema Bläserklassen gibt es beispielsweise bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A4serklasse" target="_blank">Wikipedia</a>. </p>
<h2>Ab welchem Alter kann ein Kind Trompete spielen?</h2>
<p>Wegen der schwierigen und körperlich durchaus anstrengenden Art der Tonerzeugung frühestens ab dem Grundschulalter. In jedem Fall gilt, dass die Schneidezähne eines Kindes voll entwickelt sein müssen bevor es mit der Trompete anfangen kann. Elementar wichtig bei der Trompete ist der sogenannte Ansatz. Dieser wiederum hängt ab zum einen von der individuellen Anatomie (Zahnstellung, Kieferstellung) und zum anderen von der richtigen Spieltechnik. </p>
<h2>Welches Instrument ist das richtige?</h2>
<p>Im Bereich der klassischen Musik und auch bei den meisten Posaunenchören sieht man üblicherweise Messingtrompeten mit Drehventilen. <div class="wp-caption alignnone" style="width: 296px">
	<img alt="Drehventile" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/drehventil.jpg" title="Drehventile" width="296" height="302" />
	<p class="wp-caption-text">Drehventile</p>
</div>Auf der anderen Seite des &#8220;Spektrums&#8221; stehen versilberte Trompeten mit den sogenannten Pumpventilen (Perinettrompeten). <div class="wp-caption alignnone" style="width: 296px">
	<img alt="Pumpventile" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/pumpventil.jpg" title="Pumpventile" width="296" height="219" />
	<p class="wp-caption-text">Pumpventile</p>
</div>Diese findet man traditionell eher in Jazz- und Unterhaltungsbands. Ganz allgemein gilt der Klang der versilberten Trompeten mit Pumpventil als schärfer, während man den Messingtrompeten mit Drehventil eine gewisse Wärme im Ton nachsagt. Die traditionellen Grenzen verschwimmen allerdings zunehmend, so dass man inzwischen durchaus auch &#8220;Jazztrompeten&#8221; im klassischen Orchester findet. Egal, welche Bauart Sie auswählen, eine Trompete für einen Anfänger muss keinesfalls mehr als 500 Euro kosten, es gibt durchaus brauchbare Schüler-Instrumente zwischen 200 und 300 Euro. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Ventile leichtgängig sind und nicht klemmen. Gleiches gilt für die sogenannten Züge. Ich habe oben bereits den Ansatz erwähnt. Eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang spielt natürlich das Mundstück. Daher ist es durchaus üblich, dass ein Spieler nach einer gewissen Zeit unabhängig vom Instrument ein neues Mundstück erwirbt, das seine anatomischen Eigenheiten und seinen eigenen Ansatz bestmöglich unterstützt. Diese Erwägungen sollte man bei der Veranschlagung eines Budgets auf jeden Fall berücksichtigen! Ansonsten gilt, dass eine Trompete durchaus pflegeleicht ist. Ein gutes Instrument benötigt abgesehen von ein wenig Öl/Fett für die Ventile keine kostspieligen Pflegemaßnahmen. Wer seinen &#8220;Ansatz&#8221; gefunden hat, die Grifftechnik gelernt hat und die Trompete beherrscht, wird auch mit ähnlichen Instrumenten zurechtkommen, wie beispielsweise dem Flügelhorn. Hier findet sich ein interessantes Hörbeispiel zu <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/trompete-spielen-lernen.html">der Trompete und dem Flügelhorn</a> im direkten Vergleich, viel Spaß! </p>
<p>Abschließend noch ein Tipp für alle, die sich noch eingehender mit dem Thema Trompete und Blechblasinstrumente auseinandersetzen möchten. <a href="http://www.trompeteo.de/">Maxim Picugin beschreibt in seinem sehr empfehlenswerten Portal &#8220;Trompeteo&#8221; überaus detailliert und kompetent die vielen technischen Aspekte, die man im Hinblick auf eine Anschaffung berücksichten sollte.  </a><br />
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		<title>Das Akkordeon</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/244/ratgeber/das-akkordeon/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 13:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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Hörbeispiele zum Akkordeon:
Meinen Artikel über die Keyboards habe ich mit der Feststellung eingeleitet, dass kaum ein Begriff aus der Welt der Musikinstrumente derart missverständlich ist wie der des Keyboards. Hierbei sagt der Begriff &#8220;kaum&#8221; natürlich aus, dass es auch noch andere missverständliche Bezeichnungen für Musikinstrumente geben muss. Und in der Tat, hier haben wir einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/244/ratgeber/das-akkordeon/" title="Permanent link to Das Akkordeon"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/akkordeon.jpg" width="260" height="178" alt="Post image for Das Akkordeon" /></a>
</p><p>Hörbeispiele zum Akkordeon:</p>
<p>Meinen Artikel über die Keyboards habe ich mit der Feststellung eingeleitet, dass kaum ein Begriff aus der Welt der Musikinstrumente derart missverständlich ist wie der des Keyboards. Hierbei sagt der Begriff &#8220;kaum&#8221; natürlich aus, dass es auch noch andere missverständliche Bezeichnungen für Musikinstrumente geben muss. Und in der Tat, hier haben wir einen neuen Kandidaten: Das Akkordeon. Rein begrifflich betrachtet, könnte man das Akkordeon auch zu den Keyboards zählen, denn schließlich benutzt der Spieler ähnliche Tasten wie bei anderen Keyboards, um Melodien zu spielen. Doch das Leben ist schon kompliziert genug und allein aufgrund der reichen Historie hat das Akkordeon eine eigenständige Rubrik verdient. </p>
<h2>Was ist denn am Akkordeon so missverständlich?</h2>
<p>Es gibt unzählige Bauarten, die je nach Region verschieden (teilweise sogar gegensätzlich!) benannt werden. Während beispielsweise in einigen Regionen die Begriffe Akkordeon und (Hand) Harmonika als Synonyme verwendet werden, benutzt man sie anderenorts zur Abgrenzung zwischen verschiedenen technischen Ausprägungen. Hinzu kommen zahlreiche umgangssprachliche Bezeichnungen (wie z.B. das Schifferklavier&#8221;), mit denen verschiedene Menschen verschiedene Instrumente verbinden. </p>
<h2>Und nun?</h2>
<p>Thema dieses Portals ist &#8220;Musikinstrumente für Kinder&#8221; und ich werde mich daher darauf beschränken, die grundsätzliche Funktionsweise zu beschreiben, wobei ich den Begriff Akkordeon als Oberbegriff benutze und lediglich 2 Unterkategorien unterscheide, nämlich das sogenannte <strong><em>Pianoakkordeon</em></strong> und <strong><em>Knopfakkordeon</em></strong>.</p>
<h2>Wie funktioniert das Akkordeon?</h2>
<p>Mit Luft. Wieso Luft? Es pustet doch wohl niemand in ein Akkordeon hinein? Natürlich nicht. Wobei das gar nicht einmal so abwegig ist. Nimmt man (stark vereinfacht betrachtet) nur die rechte Seite des Akkordeons (vom Spieler aus betrachtet, also die sogenannte Diskantseite), passt die Mechanik entsprechend an und steckt sie in ein Plastikgehäuse, so hat man eine Melodika, also ein Blasinstrument mit einer klavierähnlichen Tastatur. Die Funktionsweise des Akkordeons ähnelt jedoch eher der Tonerzeugung traditioneller Kirchenorgeln (Pfeifenorgeln), deren Pfeifen ja auch durch einen Luftstrom zum Klingen gebracht wurden und werden. Dieser Luftstrom wird erzeugt durch einen Blasebalg. Vor Erfindung der Elektrizität musste dieser Blasebalg im Falle der Kirchenorgel während des Orgelspiels von einem oder mehreren Helfern fortwährend betätigt werden. Je nach Größe der Orgel, der Art und Anzahl der gezogenen Register braucht eine Pfeifenorgel jede Menge Luft! Insofern kann man sich das Akkordeon hilfweise als Miniatur-Orgel vorstellen. Anstelle der Pfeifen verfügt ein Akkordeon über sogenannte Stimmplatten. Das Instrument ist derart handlich, dass der Spieler den &#8220;Blasebalg&#8221; selbst betätigen kann. Dieser befindet sich nun zwischen den Armen des Spielers. Auf der linken Seite (wieder vom Spieler aus betrachtet) befinden sich die Bässe, rechts die sogenannte Diskantseite. Hier wird die Melodie gespielt. Ein ähnliches Prinzip der Tonerzeugung findet man auch beim Dudelsack. Hier wird der Blasebalg allerdings in der Tat durch stetes Hineinblasen des Spielers mit Luft gefüllt, die er dann mit dem Arm aus dem &#8220;Sack&#8221; in die Pfeifen presst. Der Luftstrom beim Akkordeon wird hingegen von den ständig auseinander- und zusammengehenden Armen des Spielers erzeugt. Daher auch die  umgangssprachlichen Bezeichnungen Ziehharmonika oder (noch schlimmer&#8230;) Quetschkommode. Je nach Größe des Akkordeons, der Anzahl der Tasten und Register wird hierfür mehr oder weniger Muskelkraft benötigt. Für ein Kind kommt daher zum Einstieg in der Regel zunächst einmal nur ein kleineres Akkordeon in Frage. Mit einem entsprechend kleinen Instrument kann ein Kind durchaus schon im Vorschulalter beginnen. </p>
<h2>Pianoakkordeon und Knopfakkordeon</h2>
<p>Diese beiden grundsätzlichen Ausprägungen des Akkordeons unterscheiden sich im wesentlichen durch die Diskantseite, also die rechte Seite des Instruments. Hier gibt es grundsätzlich 2 Arten von Tasten: Die vom Klavier bekannte Tastatur mit schwarzen und weissen Tasten (daher Pianoakkordeon) und im Gegensatz dazu die runden Knöpfe (Knopfakkordeon). Der Vorteil des Pianoakkordeons liegt in der einfacheren Orientierung, da man es mit der vom Klavier bekannten Tastatur zu tun hat.<div class="wp-caption alignright" style="width: 260px">
	<img alt="Das Knopfakkordeon" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/knopfakkordeon.jpg" title="Das Knopfakkordeon" width="260" height="178" />
	<p class="wp-caption-text">Das Knopfakkordeon</p>
</div>Der Vorteil des Knopfakkordeons liegt in der ergonomisch günstigen Anordnung der runden Knöpfe. Hier befinden sich die Tasten und damit die Töne sehr viel näher beieinander, so dass sich das Knopfakkordeon prinzipiell virtuoser bedienen lässt als das etwas &#8220;schwerfälligere&#8221; Pianoakkordeon. Ausnahmen bestätigen die Regel! Zur Frage, welchem Instrument für ein Kind der Vorzug zu geben sei, zitiere ich an dieser Stelle <a href=" http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/">Martin Rzeszut</a>, Akkordeonlehrer, Musiker, Künstler, Autor, Gründer und Betreiber der Musikwerkstatt Rzeszut:</p>
<blockquote><p>Noch ein wichtiger Hinweis aus meiner Unterrichtspraxis: Kindern, die noch das Notenlesen lernen sollten, empfehle ich für den Anfang immer ein kleines Pianoakkordeon. Es ist für jeden Menschen vorteilhaft, dieses System einmal kennenzulernen. Die Pianotastatur gehört schliesslich zu unserem traditionellen Kulturinventar und stützt den Umgang mit traditionell notierter Musik. Die Vertrautheit mit ihr ist besonders für Jugendliche mit fest ausgeprägten Vorstellungen von „ihrer“ Musik vorteilhaft. Man muss ja im Anfangsunterricht auch überhaupt nicht auf Daumenakrobatik oder Fingerverknotungen setzen und begnügt sich als Lehrer mit den einfach zu greifenden Tonarten C-Dur und A-Moll, denn für genau jene Tonarten ist die weisse Tastatur mit ihren schwarzen Hilfstasten historisch gesehen ja optimiert! Die Entscheidung des musizierenden Kindes, später auf das Knopfakkordeon umzusteigen oder auch beim Pianoakkordeon zu bleiben, ist bei solchem Vorgehen fundierter.
</p></blockquote>
<p>Soweit also das Zitat aus dem Magazin <a href="http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/index.php/mwr/artikel/chromatisches_knopfakkordeon_system_c_griff/">Tönchen</a></p>
<h2>Warum ein Akkordeon?</h2>
<p>Viele verbinden mit dem Akkordeon volkstümliche Musik. In der Tat ist das Akkordeon allein aufgrund seiner langen Tradition ein volkstümliches Instrument. Man findet es aber in derart vielen Kulturen der Welt, dass man auf einen ungeheuer reichen Schatz an Musikliteratur zurückgreifen kann. Keineswegs ist man mit einem Akkordeon ausschließlich auf volkstümliche Weisen bajuwarischer Herkunft beschränkt. Womit ich ausdrücklich nichts gegen Volksweisen bajuwarischer Herkunft sagen möchte. Mir ist es lediglich wichtig, darauf hinzuweisen, dass die für das Akkordeon komponierte Musik vielschichtiger und sehr viel facettenreicher ist als gemeinhin angenommen. Mit dem Akkordeon sind völlig verschiedene Musikstile verbunden. Machen Sie doch einmal folgendes Experiment: Denken Sie an das Akkordeon in Verbindung mit den folgenden Städten und Regionen der Erde und Sie werden grundverschiedene Assoziationen haben: Wien, Paris, Bayern, Tirol, Argentinien, Balkan, Russland&#8230; Ein Akkordeon ist also in gar keiner Weise so einseitig wie es oft wahrgenommen wird. Hinzu kommt ein weiterer großer Vorteil des Akkordeons: Es ist ein Harmonie-Instrument, d.h. man kann mit dem Akkordeon wie ja der Name bereits nahelegt Akkorde spielen. Was bedeutet das? Man kann mehrere Töne zur gleichen Zeit spielen. Dieses ist ansonsten den Keyboards (als Oberbegriff für alle akustischen und elektronischen Tasteninstrumente) und Gitarren vorbehalten.</p>
<h2>Wie teuer ist ein Akkordeon?</h2>
<p>Nicht ganz billig&#8230; eine völlig sinnlose Antwort. Also deutlicher: Aufgrund der großen Anzahl mechanischer Bauteile ist das Akkordeon recht aufwändig in der Herstellung. Obwohl selbst Traditionshersteller wie die Firma Hohner aus Trossingen seit langer Zeit die meisten Komponenten in China fertigen lassen, ist ein neues Akkordeon kaum zum Fernost-Schnäppchenpreis zu haben. Es geht los bei etwa 300 Euro, ab etwa 600 Euro gibt es bereits eine große Auswahl. Große Akkordeons renommierter Hersteller kosten oft mehrere Tausend Euro. Viele dieser professionellen Instrumente liegen bereits im Preisbereich zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Die gute Nachricht: Wenn Sie ein Akkordeon für Kinder zum Einstieg suchen, dann können Sie durchaus unter 500 Euro fündig werden. Abschließend der Hinweis, dass Sie keinesfalls ein Akkordeon anschaffen sollten, ohne vorher den zukünftigen Lehrer oder das anvisierte Akkordeonorchester o.ä. kontaktiert zu haben. Hierzu gibt es einfach zu viele verschiedene Bauarten, die wiederum völlig verschiedene Spielweisen verlangen.<br />
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