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	<title>Musikinstrumente für Kinder &#187; Musikinstrument</title>
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	<description>Ein Eltern-Ratgeber</description>
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		<title>Das Glockenspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 10:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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Ein Hörbeispiel zum Glockenspiel:
Das Glockenspiel zählt genau wie das Xylophon zu den Percussioninstrumenten. Es ist zugleich der wichtigste Vertreter der sogenannten Orffschen Instrumente und wird oft zur musikalischen Früherziehung von Kindern eingesetzt. Carl Orff (weltberühmt: seine Komposition Carmina Burana) war nicht nur ein bedeutender Komponist des 20. Jahrhunderts, sondern widmete sich bereits in den 30er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/293/ratgeber/das-glockenspiel/" title="Permanent link to Das Glockenspiel"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/glockenspiel.jpg" width="250" height="237" alt="Post image for Das Glockenspiel" /></a>
</p><p>Ein Hörbeispiel zum Glockenspiel:</p>
<p>Das Glockenspiel zählt genau wie das Xylophon zu den Percussioninstrumenten. Es ist zugleich der wichtigste Vertreter der sogenannten Orffschen Instrumente und wird oft zur musikalischen Früherziehung von Kindern eingesetzt. Carl Orff (weltberühmt: seine Komposition Carmina Burana) war nicht nur ein bedeutender Komponist des 20. Jahrhunderts, sondern widmete sich bereits in den 30er Jahren der musikpädagogischen Arbeit mit Kindern. Hierfür setzte er Instrumente ein, die relativ leicht und intuitiv zu spielen sind, wie etwa das Glockenspiel. In der einfachen Tonerzeugung liegt auch die wichtigste Parallele zu dem anderen traditionellen Einstiegs-Musikinstrument für Kinder, der Blockflöte. Für die Tonerzeugung beim Glockenspiel werden Metallplättchen unterschiedlicher Länge (und daher unterschiedlicher Tonhöhe) mit mindestens einem (üblicherweise natürlich 2) Holz- oder Kunststoffschlegeln angeschlagen. Laien verwechseln das Glockenspiel gerne mit einem Xylophon. Dieses ist im Vergleich zum Glockenspiel meist größer, klingt tiefer und hat Klangstäbe aus Holz (Xylo=griechisch für Holz). Hier ist die Nähe zu den anderen Percussion Instrumenten noch deutlicher als beim Glockenspiel. Eine weitere Parallele zwischen Glockenspiel und Blockflöte: Während es mit beiden Instrumenten buchstäblich kinderleicht ist, Töne zu erzeugen und die ersten einfachen Lieder zu spielen, kann man ebenso wie bei allen anderen Musikinstrumenten nur durch viel Übung und Einsatz zu echter Virtuosität gelangen. </p>
<h2>Intuition</h2>
<p>Wie oben bereits angeführt, kann bereits ein Kleinkind je nach Entwicklungsstand und Musikalität etwa ab 3 &#8211; 5 Jahren ein Glockenspiel intuitiv bedienen. Ein musikalisches Kind wird sich (meist auch schon ohne Anleitung durch Erwachsene) am selbst ausgelösten Klang erfreuen. Auf diese Weise ensteht Motivation, sich weiter mit dem Instrument zu beschäftigen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde dieses spielerische Entdecken der Musik mit Hilfe des Glockenspiels leider zurückgedrängt bzw. ersetzt durch kleine elektronische Piepskisten jedweder Art. Billigste Musikelektronik kombiniert mit billigstem Plastik und einigen LEDs löst bei Tastendruck nervige Quäksounds aus oder auch gleich ganze &#8220;Lieder&#8221;, die piepsender &#8211; und quäkenderweise durch das Kinderzimmer schallen. Hierbei kann ein Kind nichts lernen!  Möchten Sie Ihr kleines Kind an die Musik heranführen? Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, doch in den allermeisten Fällen werden Sie Ihrem Kind und Ihnen mit einem Glockenspiel einen besseren Einstieg in die Welt der Klänge schenken als mit einem billigen <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/65/ratgeber/die-keyboards/">Kinder-Keyboard</a>!  </p>
<h2>Warum es gut klingt</h2>
<p>Den hohen und kristallklaren Klang des Glockenspiels empfinden Kinder üblicherweise als sehr angenehm. Da ein Kinder-Glockenspiel lediglich die Töne der C-Dur Tonleiter enthält (die auf der Klaviertastatur den weißen Tasten entsprechen), klingt auch noch eine &#8220;zufällige&#8221; Aneinanderreihung der Töne (also Anarchie statt Melodie) dennoch angenehm (zumindest für Kinderohren). Es gibt auch keine &#8220;schrägen&#8221; Töne &#8211; denn entweder man trifft eine Klangplatte oder nicht. Bei einer Violine etwa dauert es selbst bei musikalischen Kindern vergleichsweise lange, bevor die Töne auch wirklich getroffen werden und ein Kind beispielsweise ein &#8220;reines&#8221; C greift und nicht &#8220;fast&#8221; ein C.<br />
Mit einem Glockenspiel &#8220;im Werkszustand&#8221; ist also nur eine einzige Tonart wirklich spielbar, nämlich C-Dur. Diese Einschränkung hinsichtlich der verschiedenen Tonarten ist jedoch für den Einstieg durchaus positiv zu bewerten. Üblicherweise liegen einem Glockenspiel auch noch einige &#8220;Austausch-Plättchen&#8221; bei, nämlich das &#8220;Fis&#8221; und das &#8220;B&#8221;. Wiederum bezogen auf eine Klaviertastatur kommen nun also 2 schwarze Tasten dazu: Das Fis und das B (gleichzeitig verschwindet leider das F und das H&#8230;). Wenn man nun beim Glockenspiel die beiden &#8220;F-Plättchen&#8221; gegen die beiden &#8220;Fis-Plättchen&#8221; austauscht, entsteht auf diese Weise eine G-Dur Tonleiter (in Notenform notiert, stünde nun ein &#8220;Kreuz&#8221; hinter dem Violinschlüssel), tauscht man das &#8220;H-Plättchen&#8221; gegen das &#8220;B-Plättchen&#8221; aus, entsteht die F-Dur Tonleiter (mit einem b hinter dem Violinschlüssel). Um ständiges Plättchenwechseln zu vermeiden, benutzen fortgeschrittene Spieler ein 2. Holzgestell, das lediglich die fehlenden Halbtöne enthält (also Cis, Dis, Fis Gis und B, entsprechend den schwarzen Tasten des Klaviers) und hinter dem ersten Gestell steht. <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/glockenspiel-spielen-lernen.html">Mit diesem 2. Gestell wird das Glockenspiel (oder auch das Xylophon) zu einem &#8220;vollwertigen&#8221; chromatischen Musikinstrument</a>. </p>
<h2>Was kostet ein Glockenspiel?</h2>
<p>Nicht viel &#8211; glücklicherweise &#8211; ein gut klingendes Glockenspiel gibt es bereits für weniger als 20 Euro. Aber gleich vorab ein dringender Appell: Wenn Ihr Kind das Glockenspiel als Musikinstrument kennenlernen soll und nicht als Spielzeug, dann kaufen Sie bitte auch ein Musikinstrument und kein Spielzeug. Oder anders ausgedrückt: Musikinstrumente kauft man in einem Musikgeschäft und nicht in einem Spielzeugladen. Wobei Sie ein Glockenspiel (etwa vom deutschen Hersteller Sonor) im Gegensatz zu vielen anderen Musikinstrumenten auch ruhigen Gewissens ungetestet beim Versandhändler Ihres Vertrauen bestellen können.<br />
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		<title>Die Gitarre, das unbekannte Wesen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 21:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[akustische Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[E-Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[e-gitarre spielen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[elektrische Gitarre]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikinstrument]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hörbeispiel: Akustische und elektrische Gitarre (Weitere Hörbeispiele gibt es bei den jeweiligen Artikeln zur akustischen und elektrischen Gitarre)
Gitarre? Unbekannt? Wieso? Jeder weiß doch, was eine Gitarre ist. Hm, aber was ist sie denn eigentlich genau? Hinter dem Begriff Gitarre verbergen sich gänzlich verschiedene und teilweise sogar gegensätzliche Welten, Klänge und Mythen. Viele denken bei Gitarre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/11/ratgeber/die-gitarre-das-unbekannte-wesen/" title="Permanent link to Die Gitarre, das unbekannte Wesen"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/guit4.jpg" width="300" height="225" alt="Post image for Die Gitarre, das unbekannte Wesen" /></a>
</p><p>Hörbeispiel: Akustische und elektrische Gitarre (Weitere Hörbeispiele gibt es bei den jeweiligen Artikeln zur akustischen und elektrischen Gitarre)</p>
<p>Gitarre? Unbekannt? Wieso? Jeder weiß doch, was eine Gitarre ist. Hm, aber was ist sie denn eigentlich genau? Hinter dem Begriff <strong><em>Gitarre</em></strong> verbergen sich gänzlich verschiedene und teilweise sogar gegensätzliche Welten, Klänge und Mythen. Viele denken bei <strong><em>Gitarre</em></strong> an Lagerfeuer und Pfadfinder oder die gute alte Wandergitarre, also ein Ding mit 6 Saiten, das jemand vor seinen Bauch bindet, darauf rumschraddelt und dazu ulkige Lieder singt. Für Rockfans ist eine Gitarre hingegen eine Philosophie, eine Lebenseinstellung, ein &#8220;entweder-oder&#8221;, der kategorische Imperativ, sie ist mindestens elektrisch und nur echt, wenn ihre Töne verzerren und sie dabei jammert und stöhnt.</p>
<p>Der folgende Artikel richtet sich jedoch nicht an professionelle, semiprofessionelle oder zumindest hobbymäßige Rock-Experten sondern an ganz normale Menschen (Eltern&#8230;), die eigentlich nicht viel über Gitarren wissen, dieses Instrument aber dennoch als Lerninstrument für Sohn und/oder Tochter in Erwägung ziehen. Daher werde ich in den nächsten Blogs ganz nüchtern ein wenig Licht ins Dunkel bringen und einmal grundsätzlich die unterschiedlichen Gitarrentypen und entsprechenden Klangwelten auseinander sortieren, um sie anschliessend wieder zusammenzuschütten. Hierbei werde ich mich um größtmögliche Objektivität bemühen. Um vorab einmal die wichtigsten Gitarren zu sehen und vor allem hören, sollte man auf jeden Fall einmal hier vorbei sehen: <a class="aligncenter" href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/gitarre-spielen-lernen.html" target="_blank">Musikinstrumente &#8211; akustische und elektrische Gitarren</a></p>
<h2>Darf es auch ein wenig mehr sein?</h2>
<p>Die erste grundlegende Unterscheidung bezieht sich zunächst einmal auf <em><strong>akustisch</strong></em> oder <em><strong>elektrisch</strong></em>. Das bedeutet nicht, dass elektrische Gitarren ohne Akustik auskommen und dass akustische Gitarren niemals elektrisch sind&#8230; aber zunächst einmal ganz von vorne&#8230;.</p>
<p>Der Begriff <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/34/ratgeber/die-akustischen-gitarren/">akustische Gitarre</a> zielt in erster Linie darauf ab, die &#8220;ganz normale&#8221; Gitarre (aber was ist schon normal&#8230;?) von der elektrischen Gitarre zu unterscheiden. Dieses ist nötig aufgrund des enormen Stellenwertes der elektrischen Gitarre in der populären Musik. Gäbe es ein vergleichbares Phänomen bei anderen Instrumentengattungen, so müsste man auch von der akustischen Trompete und der akustischen Tuba sprechen (im Gegensatz zur elektrischen Tuba). Da es aber keine E-Tuba gibt (zumindest nicht als Massenphänomen), weiß jeder, dass mit einer Tuba eine ganz normale Tuba gemeint ist und man kann auf den Begriff &#8220;akustische Tuba&#8221; verzichten. Ich werde daher in Zukunft auch nicht mehr von akustischen Tubas sprechen, sondern nur noch von Tubas. Eigentlich werde ich ab sofort überhaupt nicht mehr über Tubas sprechen. Zurück zur Gitarre: Bei der Gitarre ist die Situation ziemlich anders, deshalb spricht man von der <em><strong>akustischen Gitarre</strong></em>, wenn man das herkömmliche Instrument meint, das auch vor 100 Jahren schon Verwendung fand. Der Begriff <em><strong>akustisch</strong></em> sagt in diesem Zusammenhang aus, dass der wahrgenommene Klang direkt vom Instrument erzeugt und auch wiedergegeben wird und die Klangerzeugung nicht wie bei der elektrischen Gitarre durch die Wechselwirkung mit einem elektrischen Gitarrenverstärker entsteht.</p>
<h2>Warum <em><strong>Angie</strong></em> nicht nur am Lagerfeuer sondern auch im Stadion funktioniert</h2>
<p>Wie kann man sich die Klangerzeugung der akustischen Gitarre vorstellen? Nicht wirklich anders als bei der Violine: Die Vibration der Saiten bringt den Resonanzkörpers (oder Korpus) zum Schwingen. Diese Schwingungen werden von der Luft übertragen und bis zum Ohr des geneigten Zuhörers getragen &#8211; solange das geneigte Ohr nicht zu weit weg ist. Also ganz einfach ausgedrückt: Sie sitzen am Lagerfeuer, ein Bekannter hat eine Gitarre dabei und spielt <em><strong>Blowing In The Wind</strong></em>. Sie hören es, Sie freuen sich über den Dylan-Klassiker und alles ist gut. Weil es so gut klingt, spielt er für Sie noch &#8220;Angie&#8221; von den &#8220;Rolling Stones&#8221;. Es klingt immer noch akustisch, ist auch immer noch akustisch, alles ist immer noch gut. Nun stellen Sie sich aber folgendes Szenario vor: Es geht schon wieder um &#8220;Angie&#8221;, wieder von den &#8220;Rolling Stones&#8221;, diesmal aber auch <em><strong>mit</strong></em> den &#8220;Rolling Stones&#8221;. Sie haben nämlich ein Ticket für eine Rolling Stones Show im Müngersdorfer Stadion. Sie sitzen irgendwo auf den hintersten Tribühnen, 800 Meter von der Bühne, diesmal spielt nicht Ihre Lagerfeuerbekanntschaft sonder Keith Richards persönlich die akustische Gitarre, wie Sie mit Hilfe Ihres mitgebrachten Fernglases eindeutig erkennen können. Sie können die Gitarre sehr gut hören und sie klingt auch immer noch wie eine akustische Gitarre &#8211; jedoch sehr viel lauter als am Lagerfeuer. Obwohl Sie diesmal nicht 3 Meter sondern 800 Meter weit entfernt sitzen. Trotz der enormen Geräuschkulisse hören Sie diese zarte Akustikgitarre. Wie ist das möglich? Zauberei? Nein, selbstverständlich wird hier der Klang der akustischen Gitarre elektronisch verstärkt und über das Lautsprechsersystem in das Stadion übertragen. Nicht anders als Mick Jaggers Stimme und die einzelnen Schlagzeugelemente und vieles mehr. Hierbei spielt es keine große Rolle, ob der Klang der akustischen Gitarre mit Hilfe von Mikrophonen, Tonabnehmern oder anderer elektronischer Geräte &#8220;eingefangen&#8221; wird. Trotz der elektronischen Hilfsmittel bleibt der Klang der Akustikgitarre &#8220;akustisch&#8221;. Er wird durch die Elektronik lediglich lauter, jedoch nicht grundlegend verändert. Genau das passiert aber bei einer elektrischen Gitarre. Hier wird der Verstärker nämlich ganz bewusst eingesetzt, um den Klang zu verändern. Der Klang einer elektrischen Gitarre (<a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/39/ratgeber/die-elektrischen-gitarren/">E-Gitarre</a>) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Gitarre und Verstärker. Eine E-Gitarre ohne Verstärker ist leise wie ein Flüstern. Sie hat keinen hohlen Resonanzkörper, der die Schwingungen der Saiten an die Umgebung überträgt, sondern sie ist in den meisten Fällen massiv. Eine E-Gitarre ist also gewissermaßen nichts weiter als ein Brett mit einem angeschraubten Hals. Das bedeutet, dass eine E-Gitarre am Lagerfeuer ohne Verstärker nicht funktionieren wird. Bei absoluter Stille würde man zwar trotzdem noch ein wenig hören (ein perkussives &#8220;Klacken&#8221; der Saiten und sehr wenig &#8220;Ton&#8221;), aber nicht genug, um Zuhörer zu unterhalten, die weiter als einen halben Meter entfernt sind.</p>
<h2>Von Galaxien und Welten</h2>
<p>Damit haben wir also den entscheidenden Unterschied zwischen einer akustischen Gitarre und einer elektrischen Gitarre eingekreist. Quasi umzingelt. Die akustische Gitarre benötigt keine elektronischen Hilfsmittel zur Klangerzeugung während die E-Gitarre ohne elektronische Hilfsmittel gar nicht hörbar wäre. Innerhalb beider Galaxien, der Galaxie der Akustik- und der Galaxie der E-Gitarre, gibt es wiederum verschiedene Welten, die sich ganz grundsätzlich voneinander unterscheiden. Die nächste Folge meiner kleinen Serie wird sich mit der Galaxie der akustischen Gitarren beschäftigen.<br />
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		<title>Das Akkordeon</title>
		<link>http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/244/ratgeber/das-akkordeon/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 13:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[akkordeon]]></category>
		<category><![CDATA[hörbeispiel akkordeon]]></category>
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Hörbeispiele zum Akkordeon:
Meinen Artikel über die Keyboards habe ich mit der Feststellung eingeleitet, dass kaum ein Begriff aus der Welt der Musikinstrumente derart missverständlich ist wie der des Keyboards. Hierbei sagt der Begriff &#8220;kaum&#8221; natürlich aus, dass es auch noch andere missverständliche Bezeichnungen für Musikinstrumente geben muss. Und in der Tat, hier haben wir einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/244/ratgeber/das-akkordeon/" title="Permanent link to Das Akkordeon"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/akkordeon.jpg" width="260" height="178" alt="Post image for Das Akkordeon" /></a>
</p><p>Hörbeispiele zum Akkordeon:</p>
<p>Meinen Artikel über die Keyboards habe ich mit der Feststellung eingeleitet, dass kaum ein Begriff aus der Welt der Musikinstrumente derart missverständlich ist wie der des Keyboards. Hierbei sagt der Begriff &#8220;kaum&#8221; natürlich aus, dass es auch noch andere missverständliche Bezeichnungen für Musikinstrumente geben muss. Und in der Tat, hier haben wir einen neuen Kandidaten: Das Akkordeon. Rein begrifflich betrachtet, könnte man das Akkordeon auch zu den Keyboards zählen, denn schließlich benutzt der Spieler ähnliche Tasten wie bei anderen Keyboards, um Melodien zu spielen. Doch das Leben ist schon kompliziert genug und allein aufgrund der reichen Historie hat das Akkordeon eine eigenständige Rubrik verdient. </p>
<h2>Was ist denn am Akkordeon so missverständlich?</h2>
<p>Es gibt unzählige Bauarten, die je nach Region verschieden (teilweise sogar gegensätzlich!) benannt werden. Während beispielsweise in einigen Regionen die Begriffe Akkordeon und (Hand) Harmonika als Synonyme verwendet werden, benutzt man sie anderenorts zur Abgrenzung zwischen verschiedenen technischen Ausprägungen. Hinzu kommen zahlreiche umgangssprachliche Bezeichnungen (wie z.B. das Schifferklavier&#8221;), mit denen verschiedene Menschen verschiedene Instrumente verbinden. </p>
<h2>Und nun?</h2>
<p>Thema dieses Portals ist &#8220;Musikinstrumente für Kinder&#8221; und ich werde mich daher darauf beschränken, die grundsätzliche Funktionsweise zu beschreiben, wobei ich den Begriff Akkordeon als Oberbegriff benutze und lediglich 2 Unterkategorien unterscheide, nämlich das sogenannte <strong><em>Pianoakkordeon</em></strong> und <strong><em>Knopfakkordeon</em></strong>.</p>
<h2>Wie funktioniert das Akkordeon?</h2>
<p>Mit Luft. Wieso Luft? Es pustet doch wohl niemand in ein Akkordeon hinein? Natürlich nicht. Wobei das gar nicht einmal so abwegig ist. Nimmt man (stark vereinfacht betrachtet) nur die rechte Seite des Akkordeons (vom Spieler aus betrachtet, also die sogenannte Diskantseite), passt die Mechanik entsprechend an und steckt sie in ein Plastikgehäuse, so hat man eine Melodika, also ein Blasinstrument mit einer klavierähnlichen Tastatur. Die Funktionsweise des Akkordeons ähnelt jedoch eher der Tonerzeugung traditioneller Kirchenorgeln (Pfeifenorgeln), deren Pfeifen ja auch durch einen Luftstrom zum Klingen gebracht wurden und werden. Dieser Luftstrom wird erzeugt durch einen Blasebalg. Vor Erfindung der Elektrizität musste dieser Blasebalg im Falle der Kirchenorgel während des Orgelspiels von einem oder mehreren Helfern fortwährend betätigt werden. Je nach Größe der Orgel, der Art und Anzahl der gezogenen Register braucht eine Pfeifenorgel jede Menge Luft! Insofern kann man sich das Akkordeon hilfweise als Miniatur-Orgel vorstellen. Anstelle der Pfeifen verfügt ein Akkordeon über sogenannte Stimmplatten. Das Instrument ist derart handlich, dass der Spieler den &#8220;Blasebalg&#8221; selbst betätigen kann. Dieser befindet sich nun zwischen den Armen des Spielers. Auf der linken Seite (wieder vom Spieler aus betrachtet) befinden sich die Bässe, rechts die sogenannte Diskantseite. Hier wird die Melodie gespielt. Ein ähnliches Prinzip der Tonerzeugung findet man auch beim Dudelsack. Hier wird der Blasebalg allerdings in der Tat durch stetes Hineinblasen des Spielers mit Luft gefüllt, die er dann mit dem Arm aus dem &#8220;Sack&#8221; in die Pfeifen presst. Der Luftstrom beim Akkordeon wird hingegen von den ständig auseinander- und zusammengehenden Armen des Spielers erzeugt. Daher auch die  umgangssprachlichen Bezeichnungen Ziehharmonika oder (noch schlimmer&#8230;) Quetschkommode. Je nach Größe des Akkordeons, der Anzahl der Tasten und Register wird hierfür mehr oder weniger Muskelkraft benötigt. Für ein Kind kommt daher zum Einstieg in der Regel zunächst einmal nur ein kleineres Akkordeon in Frage. Mit einem entsprechend kleinen Instrument kann ein Kind durchaus schon im Vorschulalter beginnen. </p>
<h2>Pianoakkordeon und Knopfakkordeon</h2>
<p>Diese beiden grundsätzlichen Ausprägungen des Akkordeons unterscheiden sich im wesentlichen durch die Diskantseite, also die rechte Seite des Instruments. Hier gibt es grundsätzlich 2 Arten von Tasten: Die vom Klavier bekannte Tastatur mit schwarzen und weissen Tasten (daher Pianoakkordeon) und im Gegensatz dazu die runden Knöpfe (Knopfakkordeon). Der Vorteil des Pianoakkordeons liegt in der einfacheren Orientierung, da man es mit der vom Klavier bekannten Tastatur zu tun hat.<div class="wp-caption alignright" style="width: 260px">
	<img alt="Das Knopfakkordeon" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/knopfakkordeon.jpg" title="Das Knopfakkordeon" width="260" height="178" />
	<p class="wp-caption-text">Das Knopfakkordeon</p>
</div>Der Vorteil des Knopfakkordeons liegt in der ergonomisch günstigen Anordnung der runden Knöpfe. Hier befinden sich die Tasten und damit die Töne sehr viel näher beieinander, so dass sich das Knopfakkordeon prinzipiell virtuoser bedienen lässt als das etwas &#8220;schwerfälligere&#8221; Pianoakkordeon. Ausnahmen bestätigen die Regel! Zur Frage, welchem Instrument für ein Kind der Vorzug zu geben sei, zitiere ich an dieser Stelle <a href=" http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/">Martin Rzeszut</a>, Akkordeonlehrer, Musiker, Künstler, Autor, Gründer und Betreiber der Musikwerkstatt Rzeszut:</p>
<blockquote><p>Noch ein wichtiger Hinweis aus meiner Unterrichtspraxis: Kindern, die noch das Notenlesen lernen sollten, empfehle ich für den Anfang immer ein kleines Pianoakkordeon. Es ist für jeden Menschen vorteilhaft, dieses System einmal kennenzulernen. Die Pianotastatur gehört schliesslich zu unserem traditionellen Kulturinventar und stützt den Umgang mit traditionell notierter Musik. Die Vertrautheit mit ihr ist besonders für Jugendliche mit fest ausgeprägten Vorstellungen von „ihrer“ Musik vorteilhaft. Man muss ja im Anfangsunterricht auch überhaupt nicht auf Daumenakrobatik oder Fingerverknotungen setzen und begnügt sich als Lehrer mit den einfach zu greifenden Tonarten C-Dur und A-Moll, denn für genau jene Tonarten ist die weisse Tastatur mit ihren schwarzen Hilfstasten historisch gesehen ja optimiert! Die Entscheidung des musizierenden Kindes, später auf das Knopfakkordeon umzusteigen oder auch beim Pianoakkordeon zu bleiben, ist bei solchem Vorgehen fundierter.
</p></blockquote>
<p>Soweit also das Zitat aus dem Magazin <a href="http://www.musikwerkstatt-rzeszut.de/index.php/mwr/artikel/chromatisches_knopfakkordeon_system_c_griff/">Tönchen</a></p>
<h2>Warum ein Akkordeon?</h2>
<p>Viele verbinden mit dem Akkordeon volkstümliche Musik. In der Tat ist das Akkordeon allein aufgrund seiner langen Tradition ein volkstümliches Instrument. Man findet es aber in derart vielen Kulturen der Welt, dass man auf einen ungeheuer reichen Schatz an Musikliteratur zurückgreifen kann. Keineswegs ist man mit einem Akkordeon ausschließlich auf volkstümliche Weisen bajuwarischer Herkunft beschränkt. Womit ich ausdrücklich nichts gegen Volksweisen bajuwarischer Herkunft sagen möchte. Mir ist es lediglich wichtig, darauf hinzuweisen, dass die für das Akkordeon komponierte Musik vielschichtiger und sehr viel facettenreicher ist als gemeinhin angenommen. Mit dem Akkordeon sind völlig verschiedene Musikstile verbunden. Machen Sie doch einmal folgendes Experiment: Denken Sie an das Akkordeon in Verbindung mit den folgenden Städten und Regionen der Erde und Sie werden grundverschiedene Assoziationen haben: Wien, Paris, Bayern, Tirol, Argentinien, Balkan, Russland&#8230; Ein Akkordeon ist also in gar keiner Weise so einseitig wie es oft wahrgenommen wird. Hinzu kommt ein weiterer großer Vorteil des Akkordeons: Es ist ein Harmonie-Instrument, d.h. man kann mit dem Akkordeon wie ja der Name bereits nahelegt Akkorde spielen. Was bedeutet das? Man kann mehrere Töne zur gleichen Zeit spielen. Dieses ist ansonsten den Keyboards (als Oberbegriff für alle akustischen und elektronischen Tasteninstrumente) und Gitarren vorbehalten.</p>
<h2>Wie teuer ist ein Akkordeon?</h2>
<p>Nicht ganz billig&#8230; eine völlig sinnlose Antwort. Also deutlicher: Aufgrund der großen Anzahl mechanischer Bauteile ist das Akkordeon recht aufwändig in der Herstellung. Obwohl selbst Traditionshersteller wie die Firma Hohner aus Trossingen seit langer Zeit die meisten Komponenten in China fertigen lassen, ist ein neues Akkordeon kaum zum Fernost-Schnäppchenpreis zu haben. Es geht los bei etwa 300 Euro, ab etwa 600 Euro gibt es bereits eine große Auswahl. Große Akkordeons renommierter Hersteller kosten oft mehrere Tausend Euro. Viele dieser professionellen Instrumente liegen bereits im Preisbereich zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Die gute Nachricht: Wenn Sie ein Akkordeon für Kinder zum Einstieg suchen, dann können Sie durchaus unter 500 Euro fündig werden. Abschließend der Hinweis, dass Sie keinesfalls ein Akkordeon anschaffen sollten, ohne vorher den zukünftigen Lehrer oder das anvisierte Akkordeonorchester o.ä. kontaktiert zu haben. Hierzu gibt es einfach zu viele verschiedene Bauarten, die wiederum völlig verschiedene Spielweisen verlangen.<br />
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