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	<title>Musikinstrumente für Kinder &#187; musikinstrumente</title>
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	<description>Ein Eltern-Ratgeber</description>
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		<title>Die akustischen Gitarren</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 21:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gitarre spielen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[hörbeispiel gitarre]]></category>
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Hörbeispiel: Unterschied zwischen Westerngitarre und Konzertgitarre
Nachdem ich im letzten Artikel doch recht ausführlich über den Unterschied zwischen akustischer und elektrischer Gitarre geschrieben habe, geht es im folgenden um den Unterschied zwischen den beiden grundsätzlichen Arten von Akustikgitarren: Man teilt die akustischen Gitarren ganz allgemein ein in Konzertgitarren (mit Nylonsaiten) und die sogenannten Westerngitarren (mit Stahlsaiten). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/34/ratgeber/die-akustischen-gitarren/" title="Permanent link to Die akustischen Gitarren"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/guit3.jpg" width="260" height="200" alt="Konzertgitarre und Westerngitarre" /></a>
</p><p>Hörbeispiel: Unterschied zwischen Westerngitarre und Konzertgitarre</h3>
<p>Nachdem ich im letzten Artikel doch recht ausführlich über den <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/11/ratgeber/die-gitarre-das-unbekannte-wesen/">Unterschied zwischen akustischer und elektrischer Gitarre</a> geschrieben habe, geht es im folgenden um den Unterschied zwischen den beiden grundsätzlichen Arten von Akustikgitarren: Man teilt die akustischen Gitarren ganz allgemein ein in Konzertgitarren (mit Nylonsaiten) und die sogenannten Westerngitarren (mit Stahlsaiten). Doch worin liegen die Unterschiede und wofür sind sie gut? Einige Antworten hierzu im folgenden Artikel.</p>
<h2>Die Bauart, die Saiten und warum Freude manchmal wehtun muss</h2>
<p>Eine Konzertgitarre ist für den Laien vielleicht am ehesten eine &#8220;normale&#8221; Gitarre. Sie wird hierzulande auch oft als klassische Gitarre, spanische Gitarre oder Nylonsaitengitarre bezeichnet. All diese Bezeichnungen sind zutreffend und bezeichnen dasselbe Instrument. Zum Einstieg (besonders für Kinder) ist diese Gitarre gut geeignet, weil sie relativ klein ist aber einen breiten Hals hat (was das Greifen mit der linken Hand erleichtert). Noch wichtiger: Sie hat keine Stahlsaiten wie Westerngitarren, sondern Nylonsaiten. Diese sind relativ weich, üben einen recht geringen Saitenzug aus und lassen sich daher relativ angenehm auf das Griffbrett drücken (&#8221;greifen&#8221;). Ich sage bewußt relativ, denn auch Nylonsaiten hinterlassen deutlich sichtbare Rillen in den Fingerkuppen. Am Anfang wird das Üben daher auch bei Nylonsaiten schon nach kurzer Zeit zu einer durchaus schmerzhaften Angelegenheit. Es bildet sich bei regelmäßigem Üben allerdings sehr schnell eine Hornhaut, so dass der anfängliche Schmerz beim Üben rasch verschwindet. Man kann das vergleichen mit der Hornhaut an nackten Füßen. Wenn Sie im Sommer gerne barfuß gehen, dann kennen Sie den Effekt, dass es zu Beginn des Sommers noch schmerzhaft ist, eine Strasse zu überqueren, dasselbe Abenteuer gegen Ende des Sommers aber schon keines mehr ist. Im Vergleich zu Nylonsaiten schneiden Stahlsaiten noch sehr viel stärker in die empfindlichen Fingerkuppen ein und üben außerdem einen sehr viel stärkeren Saitenzug aus. Hat sich aber erst einmal eine Hornhaut gebildet, kann man auch ohne bleibende Schäden an Leib und Seele zu einer stahlbesaiteten Gitarre greifen. Aber warum gibt es über verschiedene Arten von Saiten? Sind Nylonsaiten und Konzertgitarren etwas für Anfänger und Westerngitarren mit Stahlsaiten für Fortgeschrittene? Nein! Das ist völliger Blödsinn. Aufgrund der Tatsache, dass in Deutschland nahezu jeder Anfänger mit Nylonsaiten beginnt, haftet der Konzertgitarre unterschwellig das &#8220;Anfänger&#8221;-Attribut an. Betreten Eltern in Deutschland ein Musikfachgeschäft, um ihrem Kind die erste Gitarre zum Einstieg zu kaufen, so werden sie den Laden mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Konzertgitarre unterm Arm verlassen. Je nach Geschick des Verkäufers in einer billigeren oder teureren Hülle (ein Koffer für eine billige Einsteiger-Gitarre ist wirklich Quatsch!)<br />
In der angelsächsischen Welt, also etwa England, Amerika und Australien, greift man hingegen auch zum Einstieg fast immer zur Westerngitarre, da diese Gitarrenart ganz fest mit den dort populäreren Musikstilen wie Rock, Blues und Country verknüpft ist. Wie gering die Bedeutung der Konzertgitarre in den USA ist, erkennt man schon daran, dass die US Firma Gibson, einer der bedeutendsten Gitarrenhersteller auf unserem Planeten, überhaupt keine Konzertgitarren produziert.</p>
<h2>Die typischen Spieltechniken</h2>
<p>Die Art der Gitarre (Konzert- oder Westerngitarre) hat also nichts zu tun mit dem Fortschritt oder Können des Spielers. Um aus einer Konzertgitarre die Art von Musik herauszuholen, für die sie geschaffen wurde, muß man sogar wesentlich mehr Zeit und Übung investieren als derjenige, der auf einer Westerngitarre lediglich &#8220;Blowing In The Wind&#8221; spielen möchte. Die verschiedenen Arten von Saiten (Nylon und Stahl) stehen für unterschiedliche Spieltechniken und auch einen gänzlich anderen Klang. Die Nylonsaiten der klassischen Gitarre werden in der Regel in einer klassischen Spieltechnik von den Fingern der rechten Hand einzeln angezupft. Dieses ist sowohl in der traditionellen klassischen Gitarrenliteratur der Fall als auch beim sehr viel virtuoseren spanischen Flamenco. Diese klassische Spieltechnik würde bei Stahlsaiten weniger gut funktionieren und weniger gut klingen. Ich kenne auch keine klassischen Gitarristen, die mit einer Westerngitarre auf die Bühne gehen würden.<br />
Eine stahlbesaitete Westerngitarre klingt hingegen im Vergleich zur Konzertgitarre <em><strong>dann</strong></em> sehr viel besser und brillianter, wenn man die Saiten mit einem Plektrum (oder Plektron oder Pick) anspielt. Ganz gleich, ob man die Saiten eher einzeln anschlägt (Picking) oder alle gleichzeitig (Strumming). Man muß für eine Westerngitarre aber nicht zwangsläufig ein Plektron (oder Plektrum) benutzen. Es gibt zahlreiche Fingerstyles &amp; Pickings für die rechte Hand, die zur Westerngitarre gehören wie die Butter auf das Brötchen &#8211; aber all diese Fingerpickings unterscheiden sich grundlegend von der &#8220;klassischen Schule&#8221;, die bei der Konzertgitarre zum Tragen kommt.</p>
<h2>Welche Art von Musik gehört zu welcher Art von Gitarre?</h2>
<p>Klassische Gitarrenliteratur aus den letzten Jahrhunderten gehört natürlich zur Konzertgitarre (also das, was Sie eher in einem Konzertsaal hören als in einem Festzelt). Ebenso Flamenco (daher der Ausdruck &#8220;Spanische Gitarre&#8221;). Wenn Sie im Radio eine Nummer von den Gipsy Kings hören, dann hören Sie Konzertgitarren (und zwar ziemlich viele). Auch in der Jazzmusik werden oft Konzertgitarren eingesetzt. Manchmal ist es auch nur ein schmaler Grad zwischen Jazz und Flamenco (wenn man etwa an Flamenco-Meister wie Paco de Lucia denkt). Zur Auflockerung ein Video mit einem spanischen Song, den ich vor einiger Zeit mit dem in Duisburg lebenden Sänger Marcos Manzanedo aufgenommen habe. Der Schlagzeugpart stammt von Peter Kalff, meinem Ex-Kollegen bei den Silver Beatles, alle anderen Instrumente habe ich selbst eingespielt. </p>
<p align="center">
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<p>Hier kann man recht gut hören, wie eine typische spanische Gitarre im Flamencostil klingt.</p>
<h2>
Und welche Art von Musik gehört zur Westerngitarre?</h2>
<p>Das ist recht einfach zu beantworten. Der Rest. Nahezu alle anderen akustischen Gitarren, die Sie im Radio hören, sind Westerngitarren. Ich nenne Ihnen allerdings noch 2 Ausnahmen: Die von keinem geringeren als Paco de Lucia meisterhaft gespielte Spanische Gitarre im Titellied des 1995er Blockbusters Don Juan (mit Johnny Depp in der Hauptrolle), <strong><em>Have You Ever Really Loved A Woman</em></strong>, gesungen von Brian Adams. Ein anderes bekanntes Beispiel für eine Spanische Gitarre von einer Band, die ansonsten nahezu ausschließlich Westerngitarren für die akustischen Gitarrenparts einsetzte, sind die geschmackvollen Einwürfe (Licks) bei &#8220;And I Love Her&#8221; von den Beatles. Alle anderen Akustikgitarren, die Sie im Radio oder auf Ihren Popmusik-CDs hören, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Westerngitarren.</p>
<h2>Wie alt muss ein Kind sein, um Gitarre spielen zu lernen?</h2>
<p>Erlaubt ist, was Sinn macht! Einige Musikschulen oder Gitarrenlehrer bieten Gitarren-Kurse bereits für Kindergarten-Kinder an. Warum nicht? Wenn so ein Kurs interessant und kindgerecht gestaltet wird, kann er durchaus ein guter Einstieg in die Welt der Musikinstrumente sein. Es ergibt sich bei kleineren Kindern allerdings das Problem, dass diese eine reguläre Gitarre allein aufgrund ihrer Körpergröße noch nicht beherrschen können. Abhilfe schaffen sogenannte Kindergitarren. Analog zur <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/178/ratgeber/die-violine/">Violine</a> gibt es auch im Fall der Gitarre 3/4 oder 1/2 Gitarren, die entsprechend der Körpergröße in allen Dimensionen (Korpus, Hals, Mensur) proportional verkleinert wurden. Achtung! Verwechseln Sie derartige kindgerechte und durchaus vollwertigen Musikinstrumente bitte nicht mit den gleichermaßen (nämlich Kindergitarre) benannten Spielzeugen, die in vielen Kaufhäusern und Online-Shops angeboten werden. Wenn Sie ein derartiges Instrument unter der Kategorie &#8220;Spielzeuge&#8221; finden, dann lassen Sie auf jeden Fall die Finger davon. Es handelt sich in den allermeisten Fällen um minderwertigen Schrott, oft aus Plastik oder noch schlimmer: aus scharfkantigem schlecht verarbeiteten Sperrholz. In dem Gitarren Blog von <a href="http://www.neue-musik-laden.de/blog/kindergitarren.html" target="_blank">Neue Musik Laden</a> finden Sie noch weitere Informationen zum Thema Kindergitarren:</p>
<blockquote><p>Wie gesagt, Kindergitarren sind keine Spielzeuge, sondern vollwertige Instrumente, die für kleine Menschen konzipiert und in ihren Abmessung auf deren Bedürfnisse und Körperproportionen optimal angepasst sind. Diese speziellen Abmessungen finden ihren zusammenfassenden Ausdruck in der Bezeichnung Gitarrengröße.</p></blockquote>
<h2>Abschließend die Frage nach dem Geld</h2>
<p>Eine Konzertgitarre für den Anfang muss nicht teuer sein. Die Preise für solide Schülerinstrumente renommierter Hersteller beginnen bei etwa 130 Euro. Wie in allen Instrumenten-Kategorien gibt es auch (und sogar besonders!) im Bereich der Gitarren eine wahre Flut von Billig- und Billigst-Gitarren aus Fernost. Man kann Glück haben und bereits für 50 Euro ein echtes Schnäppchen bekommen, made in China or somewhere else (only heaven knows&#8230;). Erwarten Sie aber nicht, dass eine 50 Euro Gitarre auch in 10 Jahren noch Freude bereitet &#8211; der Hals wird sich irgendwann verziehen, der Korpus, eigentlich alles. Aber andererseits hat ein solches 50 Euro Instrument ja auch nach 2 oder 3 Jahren seine Schuldigkeit getan, wenn das Kind nämlich nach dieser Zeit sicher weiß, was es will &#8211; eine (bessere) Konzertgitarre, eine Westerngitarre, eine  &#8211; oder vielleicht doch eine <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/39/ratgeber/die-elektrischen-gitarren/">E-Gitarre?</a> Oder ein <a href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/150/ratgeber/das-schlagzeug/">Schlagzeug</a>? Ich möchte billige Instrumente also weder generell empfehlen noch verteufeln. Letztlich hängt es vom Einzelfall und vom Budget ab, was Sinn macht. Im Zweifelsfall würde ich eher zur 130 Euro Gitarre raten als zur 50 Euro, denn wenn Sie mit Ihrem Schnäppchen ein wirklich schlechtes Instrument erwischen, das schwer oder gar nicht spielbar ist, dann war es eben kein Schnäppchen, sondern Geldverschwendung!<br />
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		<title>Das Saxophon</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 14:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Doering</dc:creator>
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Georg Friedrich Händel soll es liebevoll als Näseltüte bezeichnet haben. Aber das ist natürlich Quatsch, schon allein deshalb, weil das Saxophon erst 160 Jahre nach Herrn Händel das Licht der Welt erblickte. Doch wer den Klang eines Saxophons mit dem einer Trompete vergleicht, wird ahnen, was mit dem Näseln gemeint sein könnte &#8211; falls es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/200/ratgeber/das-saxophon/" title="Permanent link to Das Saxophon"><img class="post_image alignright remove_bottom_margin" src="http://www.blog.musikinstrumente-fuer-kinder.de/wp-content/themes/thesis_16b/thesis_16b/custom/images/saxophon.jpg" width="174" height="280" alt="Post image for Das Saxophon" /></a>
</p><p>Georg Friedrich Händel soll es liebevoll als Näseltüte bezeichnet haben. Aber das ist natürlich Quatsch, schon allein deshalb, weil das Saxophon erst 160 Jahre nach Herrn Händel das Licht der Welt erblickte. Doch wer den Klang eines Saxophons mit dem einer Trompete vergleicht, wird ahnen, was mit dem Näseln gemeint sein könnte &#8211; falls es denn jemals so gesagt worden sein sollte. </p>
<h2>Die Kunst der Unterhaltung</h2>
<p>Das Saxophon wurde 1846 von Adolphe Sax in Paris zum Patent angemeldet und ist damit ein relativ junges Instrument. Zumindest verglichen mit den klassischen Orchesterinstrumenten. Oder mit einer Trommel. Obwohl es ursprünglich für den Einsatz im klassischen Sinfonieorchester konzipiert war, wurde es dort bis heute nicht so recht heimisch. Wahrscheinlich ist es mit seinen gut 160 Jahren einfach zu jung! Das mag vielen mit Blick auf das eigene Alter tröstlich erscheinen, anderen eher nicht. Wie dem auch sei, das Saxophon hatte durchaus noch (mindestens) einen Durchbruch, allerdings etwas später und auch nicht im klassischen Orchester, sondern eher im Bereich des Jazz, in Big Bands, in Blaskapellen, später auch in der Rock- und Popmusik oder ganz allgemein in der &#8220;Unterhaltungsmusik&#8221;. Was auch immer Unterhaltungsmusik sein mag. Nach meinem Verständnis sollte auch klassische Musik die Menschen unterhalten. Welchen Zweck sollte sie sonst haben? Menschen zu langweilen? Zu demütigen? Zu bestrafen? Zu Quälen? Sicherlich nicht! </p>
<h2>Die Familiengeschichte</h2>
<p>Das Saxophon gehört zur Familie der <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/blockfloete-querfloete-saxophon-klarinette-spielen-lernen.html" target="blank">Holzblasinstrumente</a>, obwohl es nicht aus Holz gefertigt ist sondern aus Blech &#8211; zumindest zum größten Teil. Einzig das sogenannte Blatt, also das Teil, auf welchem die Unterlippe des Spielers aufliegt, ist aus Holz gefertigt. Wobei auch das heute nicht mehr uneingeschränkt der Wahrheit entspricht, denn viele Saxophonisten benutzen inzwischen Kunststoffblätter. In dem Fall ist also gar nichts mehr aus Holz &#8211; und doch bleibt das Saxophon ebenso wie die Querflöte ein Holzblasinstrument. Man kann also festhalten, dass die Klassifizierung als Holz- oder Blechblasinstrument eher auf die Art der Tonerzeugung und die Tradition eines Instrumentes abzielt als auf das tatsächlich verwendete Material. </p>
<h2>Von Mund und Mundstück</h2>
<p>Ähnlich wie viele Trompeter betrachten auch viele Saxophonisten das Mundstück als enorm wichtig und ausschlaggebend für Klang und Spielbarkeit des Instrumentes &#8211; einige Spieler halten das Mundstück für wichtiger als das Instrument selbst. An dieser Stelle zitiere ich gerne eine Passage von Tobias Haecker aus dessen Blog <a href="http://saxophonistisches.wordpress.com/2009/08/18/der-ultimative-saxophonstarter-guide-teil-2/">Saxophonistisches</a>:</p>
<blockquote><p>Mundstück und Blatt sind für den Sound meist entscheidender als das Saxophon selber. Zwar sind beim Saxophon schon ein Mundstück und ein oder zwei Blätter beigelegt. Blätter sind Verschleißware und je nachdem was für ein Sax man gekauft hat ist das beigefügte Mundstück brauchbar oder totaler Mist.</p></blockquote>
<p>Wer an weiteren Informationen interessiert ist, findet in obigem Blog viel wissenswertes aus allen Bereichen rund um das Saxophon, einschließlich solch spannender Fragen, ob Saxophonisten besser küssen als andere Menschen. Ich weiß es nicht! (Neige als Gitarrist aber gleichwohl dazu, die Frage zu verneinen) Da es an dieser Stelle per Definitionem um Musikinstrumente für Kinder geht, ist die gesamte Fragestellung hier jedoch völlig irrelevant, geradezu fehl am Platze. Wichtiger ist die Frage, ab welchem Alter Kinder überhaupt Saxophon spielen sollten (können&#8230;) und welches Instrument hierzu in Frage kommt.</p>
<h2>Welches Saxophon für mein Kind?</h2>
<p>Ähnlich wie bei der Blockflöte unterscheidet man auch beim Saxophon Sopran, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Saxophon. Völlig anders als bei der Blockflöte und entgegen anderslautender Gerüchte eignet sich beim Saxophon aber gerade das Sopran-Saxophon <em><strong>nicht</strong></em> für Kinder. Das Sopran-Saxophon ist vom Ansatz her noch schwerer zu erlernen als die &#8220;tiefer&#8221; klingenden Geschwister und ist innerhalb der Saxophonfamilie eher ein Exot. Man erkennt es leicht daran, dass es nicht gebogen ist sondern völlig gerade. Allein daher ist es eigentlich völlig untypisch für ein Saxophon und erinnert optisch eher an eine Klarinette. Die erste Wahl für Kinder ist daher das Altsaxophon oder Es-Saxophon. Es ist das kleinste der &#8220;typischen&#8221; Saxophone und auch das häufigste, dicht gefolgt vom Tenorsaxophon (B-Saxophon). Das Altsaxophon ist für ein Kind etwa ab 8 Jahren beherrschbar und damit erlernbar. Ein Schultergurt unterstützt das Kind dabei, das Gewicht des Instrumentes zu tragen. Das größere und schwerere Tenorsaxophon ist von der Spielweise und vom Handling her identisch, wird aber allein aufgrund der größeren Ausmaße und des höheren Gewichtes eher für Jugendliche in Frage kommen, die weitgehend &#8220;ausgewachsen&#8221; sind.</p>
<h2>Die Tücke des Objektes</h2>
<p>Anders als eine Trompete ist ein Saxophon durchaus pflegeintensiv. Man muss sich darüber im klaren sein, dass die Mechanik eines Saxophons recht kompliziert und daher auch besonders anfällig ist gegen Störungen aller Art, sei es durch einen Unfall oder einfach nur durch wenig sorgfältigen Umgang. Beim Spielen entsteht naturgemäß Feuchtigkeit. Daher sollte das Instrument nach jedem Einsatz trocken gewischt werden. Keinesfalls darf es (innen noch feucht) längere Zeit im geschlossenen Koffer liegen. Die Feuchtigkeit würde sehr bald die empfindlichen Klappenpolster angreifen, mit dem Ergebnis, dass diese spröde würden oder rissig, so dass die Klappen nicht mehr sauber schließen und das Instrument nur noch schlecht oder gar nicht mehr spielbar wäre. In einem derartigen Fall hilft nur noch eine kostspielige Erneuerung aller Klappenpolster durch einen Fachmann. Ein solcher Eingriff ist natürlich mit hohen Kosten verbunden. Aus demselben Grunde sollte ein Laie auch Abstand vom Kauf eines gebrauchten Saxophons nehmen. Wenn es dennoch ein gebrauchtes Instrument sein soll, so achten Sie bitte auf eine leicht gängige Mechanik und darauf, dass die Klappen gut schließen. Gegebenenfalls müssen die Polster ausgetauscht werden. Diese Kosten müssten Sie fairerweise kalkulatorisch auf die Anschaffungskosten eines gebrauchten Instrumentes aufschlagen, so dass die Anschaffung eines neuen Instrumentes durchaus auch finanziell die bessere Wahl sein kann! Selbstredend sollte man auch ein neues Instrument hinsichtlich obiger Kriterien überprüfen. Wegen der Komplexität des Instrumentes ist es jedoch ratsam, beim Kauf einen Fachmann mitzunehmen, optimalerweise den zukünftigen Lehrer. Falls dieses nicht möglich sein sollte, gehen Sie zu einem seriösen Musikfachgeschäft und lassen Sie sich das Instrument vor dem Kauf vorführen. </p>
<h2>Was darf oder sollte ein Saxophon kosten?</h2>
<p>Ein Saxophon ist definitiv komplexer als eine Blockflöte! Aber auch hier gilt, dass es inzwischen Instrumente aus Fernost gibt, die bereits ab etwa 300 Euro zu haben sind. Ich möchte keine Werbung für Versandhändler machen, schon gar nicht beim Saxophon aber es gibt tatsächlich ein großes Musikhaus, das Altsaxophone ab 200 € anbietet. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Premium-Hersteller wie Selmer, deren Produktpalette nicht unter 3.000 Euro beginnt. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Vergleichen Sie es mit dem Automobilmarkt. Es muss weder der billigste Wagen aus Indien sein noch der teuerste aus Stuttgart, München oder Ingolstadt. Die meisten Käufer werden wohl zu einem Produkt zwischen den Extremen greifen. Übertragen auf den Saxophonmarkt könnte man beispielsweise den deutschen Hersteller Keilwerth oder den japanischen Instrumentenhersteller(-Riesen) Yamaha als Referenz für vernünftige Schülerinstrumente heranziehen. Bei diesen beiden Herstellern beginnt sich das nach oben offene Preiskarussel etwa ab 700 Euro zu drehen. Man beachte, dass dieses doch signifikant über dem Preis liegt, den man etwa für eine ebenso brauchbare Trompete bezahlen müsste. Abschließend noch einige Hörbeispiele vom Saxophon und einigen anderen mehr oder weniger verwandten <a href="http://www.musikinstrumente-fuer-kinder.de/blockfloete-querfloete-saxophon-klarinette-spielen-lernen.html">Holzblasinstrumenten</a>.<br />
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